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Die sogenannte große Zeit
war angebrochen, und ich kann nicht sagen, daß sie mich gerüsteter,
würdiger und besser angetroffen hätte als alle andern auch.
Was mich von den andern damals unterschied, war nur, daß ich jenes
einen großen Trostes entbehrte, den so viele andere hatten: der
Begeisterung. Dadurch kam ich wieder zu mir selbst und in Konflikt mit
der Umwelt, ich wurde nochmals in die Schule genommen, mußte nochmals
die Zufriedenheit mit mir selbst und mit der Welt verlernen, und trat
erst mit diesem Erlebnis über die Schwelle der Einweihung ins Leben.
Ich habe ein kleines Erlebnis des ersten Kriegsjahres nie vergessen. Ich
war zu Besuch in einem großen Lazarett, auf der Suche nach einer
Möglichkeit, mich irgendwie als Freiwilliger sinnvoll in die veränderte
Welt einzupassen, was mir damals noch möglich schien. In jenem Verwundetenspital
lernte ich ein altes Fräulein kennen, das früher in guten Verhältnissen
privatistert hatte und jetzt in diesem Lazarett Pflegerinnendienste tat,
Sie erzählte mir in rührender Begeisterung, wie froh und stolz
sie sei, daß sie diese große Zeit noch habe erleben dürfen.
Ich fand es begreiflich, denn für diese Dame hatte es des Krieges
bedurft, um aus ihrem trägen und rein egoistischen Altjungfernleben
ein tätiges und wertvolleres Leben zu machen. Aber als sie mir ihr
Glück mitteilte, in einem Korridor voll verbundener und krummgeschossener
Soldaten, zwischen Sälen, die voll von Amputierten und Sterbenden
lagen, da drehte sich mir das Herz um.
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