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Kalender

Dezember 2017

16.04.2017 - 01.02.2018

  • Der Dichter und Schriftsteller Hermann Hesse war ein grosser Liebhaber der klassischen Musik, die er als lebensbereichernde, ja notwendige Kunst betrachtete und als geliebte Ergänzung zur Welt des Wortes. Zu seinem Freundeskreis gehörten die drei Komponisten und Dirigenten Volkmar Andreae (1879-1962), von 1906 bis 1949 Chefdirigent des Tonhalle-Orchesters in Zürich, Fritz Brun (1878-1959), von 1909 bis 1943 Chefdirigent des Berner Sinfonieorchesters, und Othmar Schoeck (1886-1957), einer der bekanntesten Liedkomponisten des 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die lebenslangen Freundschaften zwischen Hermann Hesse und diesen drei Musikern, die getragen wurden von persönlichen Begegnungen bei Konzerten, von gegenseitigen Besuchen, von ihrer Korrespondenz und gemeinsamen Reisen nach Italien sowie von der grossen gegenseitigen Wertschätzung, die sie – allesamt Künstler – für die Werke der jeweils anderen hegten. Die Ausstellung zeigt persönliche Dokumente dieser vier Künstler: Briefe, Fotografien, vertonte Gedichte Hermann Hesses, veröffentlichte Erinnerungen, gegenseitige Widmungen sowie Konzertplakate und Bildzeugnisse, die die Welt der klassischen Musik in Bern und Zürich der 1910er bis 1930er Jahre dokumentieren.

     

    Konzeption: Dr. Eva Zimmermann

    Museum Hermann Hesse Montagnola
    Ra Cürta 2
    Montagnola 6926

03.11.2017 - 22.12.2017

  • Das Medienwerk 15 zeigt Bilder, Informationen und original Gegenstände aus Hesses Leben.

     

    Öffnungszeiten: Mo - Fr von 8.00 - 17.00 Uhr

    Eintritt kostenlos

     

    Schulklassen und größere Besuchergruppen melden sich bitte unter:

    Tel.: 0151 23051358 bei Erwin Hilbert zur Terminabsprache an.

     

    Medienwerk 15
    Friedrich-Vorwerk-Straße 15
    Tostedt 21255

03.12.2017

  • Unter dem Titel „Hermann Hesse kennenlernen“ findet in Montagnola die Sonntagslesung statt.

     

    Der Steppenwolf - ein Geschenk zum FünfzigstenMarcus Hartmann und Simon Cattaneo

     

    Beginn: 16:00 Uhr

    In deutscher und italienischer Sprache; Eintritt Fr. 8.50/Fr. 7.–

     

    Museum Hermann Hesse Montagnola
    Ra Cürta 2
    Montagnola 6926

03.12.2017 - 06.05.2018

  • Das Hesse Museum Gaienhofen zeigt von 3. Dezember 2017 bis zum 6. Mai 2018 eine Ausstellung "Der Künstler Ernst Würtenberger (1868-1934) und die literarische Szene". Zu dieser literarischen Szene am Bodensee und zu Würtenbergers Bekanntenkreis gehörte auch Hermann Hesse, den er 1905 malerisch porträtierte (siehe Bild).

     

    Die Ausstellungsmacher schreiben zu Ernst Würtenberger: Er wurde 1868 in Steißlingen geboren, wuchs im schweizerischen Emmishofen (heute ein Teil von Kreuzlingen) auf. Sein Studium absolvierte er an den Kunstakademien in München und Karlsruhe sowie Ende 1895 für einige Wochen im Atelier des (auch von Hermann Hesse sehr geschätzten) Malers Arnold Böcklin in Florenz.

     

    Ab 1898 arbeitete er als freischaffender Künstler, erhielt erste Proträtaufträge aus Konstanz und zog 1902 nach Zürich, wo er sich einen hervorragenden Ruf als Porträtmaler erwarb. Von 1914 bis 1921 war er außerdem Lehrer an der Kunstgewerbeschule in Zürich, bis er 1921 als Professor für Holzschnitt, Illustration und Komposition an die Landeskunstschule nach Karlsruhe berufen wurde. Dort lehrte er bis kurz vor seinem Tod im Jahr 1934.

     

    Schon früh hatte Würtenberger vielfältige Beziehungen zur literarischen Szene am Bodensee und in der Schweiz geknüpft. Er verkehrte mit den Dichtern Emanuel von Bodmann, Heinrich Ernst Kromer und Emil Strauß. Er verfasste Aufsätze für Wilhelm Schäfers Kulturzeitschrift Die Rheinlande, schuf grafische Beiträge u.a. für Das Bodenseebuch und trat als Autor von Büchern über Arnold Böcklin, Jean-Auguste-Dominique Ingres und Hans Thoma hervor.

     

    Zahlreiche Kontakte pflegte er mit dem Schweizer Autor und Literaturkritiker Josef Viktor Widmann und dessen Sohn, dem Maler und Schriftsteller Fritz Widmann. Über den Hottinger Lesezirkel lernte Würtenberger die Schriftsteller Hermann Hesse, Ernst Zahn, Jakob Bossart und Jakob Christoph Heer kennen.

     

    Die Ausstellung im Hesse Museum Gaienhofen beleuchtet anhand von Briefen, Publikationen, Widmungen und Grafik dieses facettenreich Bild des literarisch interessierten Künstlers Ernst Würtenberger. Dabei werden ausgewählte Porträtzeichnungen von Persönlichkeiten und Freunden aus der literarischen Szene zu Mitteilungen aus einer ganz persönlichen Sphäre.

     

    Gleichzeitig wird Würtenberger als Illustrator vorgestellt. Nach der Jahrhundertwende belebte er den traditionellen wie modernen Holzschnitt, ein Medium, das er sowohl für historische Porträts, als auch für die Illustration literarischer Themen, beispielsweise der Novellen Gottfried Kellers, einsetzte.

     

    Parallel zur Ausstellung im Hesse Museum zeigt die Städtische Wessenberg-Galerie Konstanz von 2. Dezember 2017 bis 1. April 2018 den Maler Ernst Würtenberger mit Fokus auf seinen Zürcher Jahren und seine Bedeutung für die Schweizer Kunst- und Kulturszene jener Zeit. Zu den Ausstellungen erscheint ein Katalog im Nimbus-Verlag (24,80 Euro an der Museumskasse).

     

    Öffnungszeiten der Aussstellung im Hesse-Museum Gaienhofen:

     

    Ab 3. Dezember ist sie freitags und samstags von 14 bis 17 Uhr und sonntags von 10 bis 17 Uhr zu sehen, ab 13. März 2018 dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr. (Am 24., 25, 31. 12. sowie am 1.1. geschlossen).

     

    Zur Ausstellung gibt es auch ein Begleitprogramm.

    Hesse Museum Gaienhofen
    Kapellenstraße 8
    Gaienhofen 78343

07.12.2017

  • Hermann Hesse und seine Verbindung zu dem Warmbronner Dichter Christian Wagner stehen am Donnerstag, 7. Dezember, im Mittelpunkt einer Buchvorstellung an der Calwer Volkshochschule. Paramjeet S. Gill und Barbara Bross-Winkler präsentieren um 19.30 Uhr ihr Gemeinschaftswerk "Hermann Hesse - Christian Wagner, Calw-Warmbronn: Eine Seelenverwandtschaft in Gedichten, Briefen und Fotografien".

     

    Natürlich kennt in Calw jedes Kind Hermann Hesse, den natur- und gartenverliebten Lyriker, den weltbekannten Literaturnobelpreisträger, den Aquarellmaler und sinnsuchenden Wanderer zwischen den Welten, dessen Zeilen "Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" die Deutschen nach wie vor lieben und bei jeder Gelegenheit zitieren. Doch wer kennt – außerhalb von Leonberg - schon Christian Wagner, den "Goißapoet" aus Warmbronn, der von 1835 bis 1918 gelebt hat? Wohl die wenigsten. Die beiden Männer waren verbunden durch eine Art Seelenverwandtschaft. Auf diese Verbinung gehen Paramjeet S. Gill und Barbara Bross-Winkler in ihrem Fotobuch ein.

     

    Ansichten aus Calw und Warmbronn stehen im Buch neben Landschafts- und Naturfotografien sowie ausgewählten Gedichte und Ausschnitte aus dem Briefwechsel beider Dichter. Sowohl Hesse als auch Wagner ließen sich ja gerade von der Natur zu zahllosen Versen inspirieren. Daneben finden sich kurze Texte zu beiden Dichtern und ihren Geburtsorten sowie Grußworte der Oberbürgermeister von Leonberg und Calw, Bernhard Schuler und Ralf Eggert.

     

    Christian Wagner

    Wer war Christian Wagner? Mit seiner Forderung von der "Schonung alles Lebendigen" galt der Warmbronner Bauer, der nur eine bescheidene Dorfschulbildung erhalten hatte, seiner Umgebung als kauziger Sonderling und Eigenbrötler. Welcher andere Landmann schrieb schon Verse, sprach mit Pflanzen und Tieren, machte sich Gedanken über die Wiedergeburt, las Botanik-Bücher und antike Sagen und brachte, so wie Wagner es tat, seine Kälber und Gänse nicht zum Metzger, sondern ließ sie weiterleben?

    Mit Hermann Hesse verband Christian Wagner nicht nur das vegetarische Leben, das gespaltene Verhältnis zum Geburtsort und die Liebe zu Dichtung und Natur. Auch das Interesse am „geistigen Indien“ und östlicher Philosophie einte die beiden. Ein verbindendes Glied war auch Luise, eine Tochter Wagners, die Hermann und Mia Hesse in Gaienhofen einige Monate lang den Haushalt führte.

     

    Die Autoren

    Der Warmbronner Fotograf Paramjeet S. Gill, der aus Indien stammt, hat aus Dankbarkeit für seine zweite Heimat Warmbronn bereits drei Fotobücher herausgegeben. "Frieden statt Krieg" war sein jüngstes Werk, für das er unter anderen Konstantin Wecker gewinnen konnte. Die Textarbeit an seinem jüngsten Projekt, dem Buch zu Hesse und Wagner, hat die Journalistin und Gartenkolumnistin Barbara Bross-Winkler übernommen.

     

    Buchvorstellung

    Am Donnerstag, 7. Dezember, um 19.30 Uhr, stellen Paramjeet S. Gill und Barbara Bross-Winkler ihr Buch in der Volkshochschule Calw vor. Es sprechen der Calwer Oberbürgermeister Ralf Eggert und der 2. Vorsitzende der Christian-Wagner-Gesellschaft, Professor Dr. Axel Kuhn. Für die musikalische Umrahmung sorgen Luisa Bolay, Violine, und Damaris Hoch, Klavier, von der Musikschule Calw.

    Volkshochschule Calw
    Kirchplatz 3
    Calw 75365

13.12.2017 - 11.03.2018

  • Als erfolgreicher Autor des berühmten S. Fischer Verlags, dem er seit 1904 angehörte, war Hermann Hesse (1877-1962) in besonderer Weise mit Berlin verbunden, wenngleich er selbst nur ganz selten hier war. Die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten hatte auch für Hesse, der seit 1924 wieder Schweizer Staatsbürger war und im Tessin lebte, weitreichende Konsequenzen, da ihn die Bindung an seinen Berliner Verlag in Abhängigkeit vom nationalsozialistischen Regime brachte, dessen Propagandisten ihn anfangs diffamierten und später ausmanövrierten. Einflussreiche emigrierte Publizisten indessen verurteilten aufs schärfste, dass Hesse nicht gegen die Veröffentlichung seiner Bücher und Texte in Deutschland vorging und sich nicht ausschließlich zur deutschen Exilliteratur bekannte. Redakteure Schweizer Zeitungen wiederum warfen Hesse mangelndes Verständnis des Schweizer Antisemitismus vor, der Anfang 1936 eine Niederlassung in Zürich des ins Exil getriebenen Teils des S. Fischer Verlags unausgesprochen mit verhindert hatte.

     

    Fokussiert auf die Jahre von 1933 bis 1947, thematisiert die Ausstellung anhand vieler bislang unbekannter Materialien die vielschichtigen Verflechtungen, die Hesse zwischen der Schweiz, der deutschen Emigration und der Diktatur in Deutschland buchstäblich „zwischen die Fronten“ geraten ließ.

     

    Anlass für die Ausstellung ist die Möglichkeit, aus dem umfangreichen, bislang unveröffentlichten Briefwechsel Hesses mit seinem jüngsten Sohn Martin (1911-1968) einige ausgewählte Briefe präsentieren und dem Zeitgeschehen zuordnen zu können. Im Frühjahr 1932 hatte Martin Hesse noch einen Vorkurs am Bauhaus in Dessau belegen können und erlebte dort die politische Radikalisierung Deutschlands. In die Schweiz zurückgekehrt, entwickelte Martin Hesse aus der am Bauhaus angeregten Beschäftigung mit der Fotografie eine professionelle Passion: Von ihm stammen die beeindruckenden Aufnahmen der Kunstdenkmäler des Kantons Bern und unzählige Fotos seines berühmten Vaters.

     

    Die Ausstellung setzt mit einem Rückblick auf Hesses erste Frau Maria (Mia), geb. Bernoulli (1868-1963), ein, mit der er bis 1912 in Gaienhofen am Bodensee gelebt hatte. Maria Bernoulli gilt als die erste Schweizer Berufsfotografin, zusammen mit ihrer Schwester unterhielt sie von 1902 bis 1907 ein Fotoatelier in Basel.

     

    Öffnungszeiten der Ausstellung

    14.12. 2017 - 11.3. 2018

    Di bis Fr 14 - 19 Uhr

    Sa, So 11 - 19 Uhr

    23 - 26. und 31.12.2017 sowie 1.1.2018 geschlossen

    27. - 30.12.2017 von 14 bis 19 Uhr geöffnet

     

    Eine Ausstellung des Literaturhauses Berlin

    Konzipiert von Lutz Dittrich mit Unterstützung durch Gunnar Decker und Volker Michels

    Mitarbeit: Sebastian Januszewski

    Ausstellungsgestaltung: unodue { (Costanza Puglisi und Florian Wenz)

    Die zur Ausstellung erscheinende Begleitpublikation enthält einige ausgewählte Abdrucke aus dem Briefwechsel Hermann Hesses mit seinem Sohn Martin sowie Originalbeiträge von Jan-Pieter Barbian (Publizist), Gunnar Decker (Hesse-Biograph), Michael Kleeberg (Schriftsteller und Übersetzer) und Volker Michels (Hesse-Herausgeber). In der Ausstellung erhältlich.

    Zahlreichen Leihgebern in der Schweiz und in Deutschland ist für freundliche Unterstützung zu danken. Besonderer Dank gilt Sibylle Hesse und Hanspeter Siegenthaler für die großzügige Bereitschaft, den bislang nicht edierten aber bereits mühsam transkribierten Briefwechsel Hermann Hesses mit seinem Sohn Martin zur Verfügung gestellt zu haben.

    Ausstellungsführungen finden ab dem 11. Januar 2018 regelmäßig donnerstags ab 17 Uhr statt (Dauer ca. 1 Stunde); wir bitten um Anmeldung. Auch gesonderte Führungen sind nach Anmeldung möglich.

    Informationen zum Begleitprogramm werden demnächst in weiteren Ankündigungen veröffentlicht.

    Eintritt zur Ausstellung und zu den Begleitveranstaltungen: 6.- / 4.- Euro

    Literaturhaus Berlin
    Fasanenstraße 23
    Berlin

16.12.2017