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Kalender

Samstag, 13. Oktober 2018

31.03.2018 - 15.01.2019

  • Unter dem Titel «Von Unterm Rad bis Zen – Hermann Hesse und Japan»

    eröffnet am Ostersamstag, den 31. März um 18.30 Uhr eine Ausstellung, die bis Mitte Januar 2019 zu sehen sein wird.

    In Hermann Hesses jahrzehntelanger Auseinandersetzung mit fernöstlichen Kulturen stand Japan lange Zeit im Schatten von Indien und China, auch wenn sich wie ein dünner Faden immer wieder Japanisches durch sein Leben und Werk zieht. Dies begann 1909 mit ersten Rezensionen von Büchern über japanische Themen; dazu kamen persönliche Eindrucke von Japanern, die ihm 1911 auf seiner Reise durch Indonesien begegneten. In diese Zeit fiel auch seine erste Bekanntschaft mit traditioneller japanischer Lyrik, deren artifizielle Einfachheit und Kurze ihn bezauberten und bis an sein Lebensende faszinierten.Schon ab 1909 erschienen erste Übersetzungen seiner Bücher. Ende der 1930er-Jahre war Hermann Hesse in Japan bereits sehr populär und es wurde eine erste 18-bändige Gesamtausgabe seiner Werke veröffentlicht. Besonders beliebt war sein Frühwerk, das das Glück und Leid der Jugend, Fernweh und Liebessehnsucht, Idylle und Naturbetrachtungen thematisiert.Einen neuen nachhaltigen Impuls empfing Hermann Hesse ab den 1940er-Jahren durch den japanischen Zen-Buddhismus, der aus China übernommen in Japan eine eigene starke Ausprägung erfuhr. Der Hesse-Boom der 1960er-Jahre in den USA beeinflusste auch die japanischen Leser und Hermann Hesses Werkeerreichten Auflagen in Millionenhöhe. Japan wurde neben den USA das fremdsprachige Land mit den bisheute höchsten Verkaufszahlen. Nun rückte auch das ‚westliche‘ Thema der Suche nach der Individualität des Einzelnen in den Blickpunkt der Jugendlichen, die Erzählungen Hermann Hesses oft bereits in der Schule kennen lernten. Unter anderem fanden sich in der Aufbruchszeit der frühen 1970er-Jahre junge Manga-Künstlerinnen zusammen, die aus seinen Büchern ein Recht auf Selbstverwirklichung herauslasen. Sie legten Wert auf eine neue anspruchsvollere literarische Gestaltung ihrer Arbeiten, und revolutionierten auf diese Weise ein ganzes Manga-Genre, den Shōjo-Manga oder Mädchen-Manga.Zu einer späten Entdeckung wurden für das japanische Publikum die Aquarelle Hermann Hesses, die auf Wanderausstellungen in Japan zu sehen waren. Ihre reduzierte Heiterkeit und Leichtigkeit stiess beim japanischen Publikum auf grosse Empfänglichkeit. Auch Hesses Betrachtungen über das Alter erreichen inJapan und seiner überalternden Gesellschaft bis heute eine breite Leserschaft, thematisieren sie doch den Wert und die Erfüllung, die auch die letzte Lebensphase des Menschen besitzt.Alle diese Aspekte behandelt die Ausstellung. Neben Briefen, Fotos und Büchern enthält  sie auch japanische Gegenstände aus dem persönlichen Besitz Hermann Hesses sowie Auszüge aus japanischen Manga, diediese bisher im Westen eher unbekannte Form der japanischen Hesse-Rezeption vorstellen.

    Im Geleitwort zur japanischen Übersetzung seiner Gesammelten Schriften schrieb Hermann Hesse im Mai 1955:„Ich habe namentlich die fernöstliche Form des Buddhismus, das Zen, […] ein wenigkennengelernt, habe mit immer neuer Freude und Bewunderung die Kunst derMaler und Holzschneider, die wunderbare Anschaulichkeit und Keuschheit derjapanischen Lyrik geliebt.So sind mir, neben unsrer abendländischen Tradition, Indien, China und Japan zuLehrern und zu Lebensquellen geworden, und es war mir eine Freude zu sehen, wiedort drüben in Ihrem fernen Inselreich allmählich ein Echo mir entgegen tönte, wiemeine Liebe dort Erwiderung fand.“

     

    Fondazione Hermann HesseTorre Camuzzi, 6926 Montagnola

     

    Mit Unterstützung von:Comune di Collina d’OroDECS-Cantone TicinoFondazione Ing. Pasquale LucchiniHermann Hesse-Stiftung BernFondazione Araldi Guinetti

    Museum Hermann Hesse Montagnola
    Ra Cürta 2
    Montagnola 6926

01.04.2018 - 13.01.2019

  • In Hesses jahrzehntelanger Auseinandersetzung mit fernöstlichen Kulturen stand Japan lange Zeit im Schatten von Indien und China, auch wenn sich wie ein dünner Faden immer wieder Japanisches durch sein Leben und Werk zieht. Doch erst als er im Alter den japanischen Zen-Buddhismus näher kennenlernt, vertieft er sich in dessen geistige Welt, die seine Bewunderung erweckt und ihn auch persönlich beeinflusst. In Japan wiederum erscheinen im frühen 20. Jahrhundert die ersten Übersetzungen seiner Werke, deren Auflage im Laufe der Jahrzehnte auf Millionenhöhe steigt. Japan wird neben den USA das fremdsprachige Land, in dem die Bücher Hesses bis heute die mit Abstand höchsten Verkaufszahlen erzielen. Es sind die Schilderungen der Nöte Jugendlicher, Naturbetrachtungen und Ansichten über das Alter, die bei japanischen Lesern besonderen Anklang finden. Im Unterricht der japanischen Mittelschulen werden immer neue Generationen mit Hermann Hesse bekannt, sodass auch in jüngeren Medien, wie dem Manga, sein Einfluss zu finden ist.

     

    Konzeption: Eva Zimmermann.

    Wissenschaftliche Assistenz: Ulrike Schlack.

    Vernissage: Ostersamstag, 31. März 2018 um 18.30 Uhr.

    Museum Hermann Hesse Montagnola
    Ra Cürta 2
    Montagnola 6926

13.05.2018 - 25.11.2018

  • 2018 jähren sich die Ereignisse der so genannten 68er Studentenbewegung zum 50. Mal. Das ist für die Ernst Barlach Gesellschaft Wedel ein Anlass, Leben und Werk von Hermann Hesse neu zu betrachten und ihm vom 13. Mai bis zum 25. November eine große Ausstellung zu widmen, denn er war eine der „Kultfiguren“ der 68er Generation.

     

    Die Ausstellung „Hermann Hesse - Dichter, Maler, Kultfigur“ zeigt über 200 Aquarelle, Handschriften, Typoskripte, Fotos, Filme und Illustrationen zu Leben und Werk von Hermann Hesse. Sie beschäftigt sich ausführlich mit der literarischen und bildkünstlerischen Entwicklung Hesses. Sie dokumentiert aber auch die große Hesse-Euphorie innerhalb der individualistischen und nonkonformistischen Gegenkultur der 60er und 70er Jahre, als seine Bücher einer Welle der Begeisterung auslösten, aus der heraus zahlreiche Künstler zu Verfilmungen, Illustrationen und Vertonungen von Hesse Werken angeregt wurden.

     

    Das wachsende Interesse, das die Gegenkultur der jungen amerikanischen Generation in den späten 50er und frühen 60er Jahren Hesses Werk entgegen brachte, führte zu einer unvergleichlichen Hesse-Renaissance auch in Deutschland: Siddhartha und Harry Haller wurden zu Symbolfiguren für eine antibürgerliche Protesthaltung und eröffneten als Vertreter eines radikalen Individualismus einer von der Politik enttäuschten Generation neue Möglichkeiten der Identifikation.

     

    www.ernst-barlach.de

    Tel: 0 41 03 / 91 82 91

    E-Mail: kontakt@ernst-barlach.de

    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr

    Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro

     

    Ernst Barlach-Museum
    Mühlenstraße 1
    Wedel 22880

24.08.2018 - 28.04.2019

  • Ab 24. August wird in Rorschach, das am schweizerischen Ufer des Bodensees liegt, im Forum Würth die Ausstellung "Literatur kann man sehen" eröffnet mit bildnerischen Werken von Hermann Hesse, Günter Grass und Hans Magnus Enzensberger. Eine vergleichbare Ausstellung aus der Sammlung Würth wurde bereits 2006/2007 mit großem Erfolg im Museum Würth in Schwäbisch Hall gezeigt. In der Ausstellung begegnet man den drei bekannten Schriftstellern aus anderer Perspektive: Nicht ihr berühmtes literarisches Werk, sondern ihr bildnerisches Schaffen steht im Vordergrund.

     

    Die jeweiligen Hintergründe für dieses künstlerische Schaffen sind durchaus verschieden: Hermann Hesse kam durch eine Lebenskrise zum Malen. Als Autodidakt sah er sich bescheiden als "Dilettant" auf diesem Gebiet. Gleichwohl hielt er 1924 rückblickend fest: "Als Dichter wäre ich ohne das Malen nicht so weit gekommen." Von ihm sind zahlreiche Gemälde mit Tessiner Landschaften sowie illustrierte Manuskripte in der Ausstellung zu sehen.

     

    Günter Grass, der Grafik und Bildhauerei studierte, arbeitete gleichrangig auf den Gebieten der Literatur und Kunst, wenn auch sein literarisches Werk bekannter wurde. Oft arbeitete er auch integrativ, so in seinem Aquarellzyklus "Mein Jahrhundert", der in der Ausstellung gezeigt wird. Darin erzählt er mit Aquarellen illustriert zu jedem Jahr des 20. Jahrhunderts eine prägende Geschichte.

    Hans Magnus Enzensbergers Beitrag zur Ausstellung sind seine Literatur- und Sprachautomaten, die er selbst seine "WortSpielZeuge" nennt. Von ihnen sind 18 verschiedene ausgestellt.

     

    Die Ausstellung ist bis zum 24. April 2019 zu sehen. Von April bis September ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, von Oktober bis März täglich außer montags von 11 bis 17 Uhr.

     

    Vernissage: 23. August 2018, 18:00 Uhr

     

    www.wuerth-haus-rorschach.com

    Forum Würth in Rorschach
    Churerstrasse 10
    Rorschach 9400

13.10.2018

  • Nicht nur die großen Maler zogen die Sujets für ihr Werk gerne aus der Szenerie ihrer durchdacht angelegten Gärten, sondern auch Schriftsteller wie Goethe und Hesse lebten mit ihren Gärten und ließen sie in ihr Werk einfließen. Wir laden Sie ein, den sorgfältig erhaltenen Garten Hesses selbst zu erkunden: Wogende Stauden in üppigen Farben und eine besondere Atmosphäre erwarten Sie im einzigen Garten, den es von Hermann Hesse heute noch gibt.

     

    11 - 18:00 Uhr

     

    12 -17:00 Uhr „Rapunzelzwerge und Spinatwachteln“ Ein vegetarisches Reform-Büffet in Garten und Orangerie des Hermann-Hesse-Hauses. Einnahmen zugunsten des gemeinnützigen Fördervereins Hermann-Hesse - Haus und - Garten e.V.

     

    Veranstaltung im Rahmen der Hermann-Hesse-Tage Gaienhofen (12. – 14.10.2018) zum Thema: "Wirklichkeit und Imagination"

     

    Information und Buchung:

    Kultur- und Gästebüro

    Tel. +49 (0)7735 9999-123, Fax 9999-200

    info@gaienhofen.de · www.gaienhofen.de

    Hermann Hesse-Haus Gaienhofen
    Hermann-Hesse-Weg 2
    Gaienhofen 78343
  • Vortrag von Marlis Ehlen, Dipl.-Psychologin, Psycholog. Psychotherapeutin.

    Eine Veranstaltung des Hermann-Hesse-Hauses (1907-1912).

     

    Hermann Hesse ist im Laufe seines Lebens und posthum mit zahlreichen psychiatrischen Diagnosen etikettiert worden. Der Vortrag beleuchtet mögliche Berechtigungen dieser stigmatisierenden Zuschreibungen, entwickelt seine Persönlichkeit aus der Sichtung seiner konfl ikthaften Lebensge - schichte, ergänzt um biographische Informationen, Fremdzeugnisse und Fremdwahrnehmungen der Menschen, die ihm nahe waren: So wird Hesses komplexe Persönlichkeit mit sehr speziellen Einstellungen, Kognitionen und Verhaltensweisen aufgezeigt und erklärt.

     

    Beginn: 10:00 Uhr

     

    Veranstaltung im Rahmen der Hermann-Hesse-Tage Gaienhofen (12. – 14.10.2018) zum Thema: "Wirklichkeit und Imagination"

     

    Information und Buchung:

    Kultur- und Gästebüro

    Tel. +49 (0)7735 9999-123, Fax 9999-200

    info@gaienhofen.de · www.gaienhofen.de

    Bürgerhaus Gaienhofen Gaienhofen 78343
  • Mit dem „Gaienhofener Umweg“, wie Hesse seine acht Jahre am Bodensee später nannte, war die Hoffnung auf Stabilität und Beheimatung verbunden: Hier begann „die Zeit meines Lebens, in der ich nicht mehr zufällige und oft gewechselte Zimmer, sondern Häuser bewohnte“. Unter all diesen Häusern war das schlichte Bauernhaus am Gaienhofener Dorfplatz, das er 1904 bis 1907 bewohnte, gewiss das wichtigste. Er nannte es die „erste Zuflucht meiner jungen Ehe“ und die „erste legitime Werkstatt meines Berufes“. Die Dauerausstellung wurde am authentischen Ort eingerichtet und inszeniert neben Hesses Arbeit als Schriftsteller den schon bald auftretenden Konfl ikt des Autors zwischen sesshaft-unflexibler Bürgerlichkeit und wandlungsbereitem Künstlertum.

     

    Beginn: 15:30 Uhr

     

    Veranstaltung im Rahmen der Hermann-Hesse-Tage Gaienhofen (12. – 14.10.2018) zum Thema: "Wirklichkeit und Imagination"

     

    Information und Buchung:

    Kultur- und Gästebüro

    Tel. +49 (0)7735 9999-123, Fax 9999-200

    info@gaienhofen.de · www.gaienhofen.de

    Hesse Museum Gaienhofen Gaienhofen 78343
  • Vortrag von Prof. Dr. Andreas Solbach, Universität Mainz

     

    Mit seiner Heirat zieht Hermann Hesse in das idyllische und weltabgeschiedene Gaienhofen am Bodensee, wo er sich mit seiner Frau in den folgenden Jahren eine Familienexistenz aufbauen wird. Wenngleich ihn auch noch Probleme aus seiner jüngsten Vergangenheit weiter beschäftigen, so gewinnt er doch in den Gaienhofener Jahren eine veränderte Sicht auf die Dinge, die sich vor allem in zahlreichen Skizzen und Betrachtungen niederschlägt. Hesse entwickelt in dieser Zeit ein gesteigertes Interesse an (Natur-)Bildern und stimmungsvollen Atmosphären, die sich an die direkte Naturerfahrung schon in der nächsten Umgebung, aber auch an den Eindrücken zahlreicher Reisen orientieren. Der Vortrag versucht diese beschreibenden Verfahren nachzuzeichnen und ihre Bedeutung zu analysieren.

     

    Beginn: 17:00 Uhr

     

    Anschließend 18:30 Uhr Café-Imbiss im Bürgerhaus

     

    Veranstaltung im Rahmen der Hermann-Hesse-Tage Gaienhofen (12. – 14.10.2018) zum Thema: "Wirklichkeit und Imagination"

     

    Information und Buchung:

    Kultur- und Gästebüro

    Tel. +49 (0)7735 9999-123, Fax 9999-200

    info@gaienhofen.de · www.gaienhofen.de

    Bürgerhaus Gaienhofen Gaienhofen 78343
  • Graziella Rossi (Rezitation) und Nina Ulli (Violine).

     

    Eine literarisch-musikalische Begegnung mit Gedichten und Prosatexten von Hermann Hesse und Musik für Violine.

     

    Konzeption: Regina Bucher, Museo Hermann Hesse, Montagnola

     

    Beginn: 20:00 Uhr

     

    Veranstaltung im Rahmen der Hermann-Hesse-Tage Gaienhofen (12. – 14.10.2018) zum Thema: "Wirklichkeit und Imagination"

     

    Information und Buchung:

    Kultur- und Gästebüro

    Tel. +49 (0)7735 9999-123, Fax 9999-200

    info@gaienhofen.de · www.gaienhofen.de

    Bürgerhaus Gaienhofen Gaienhofen 78343
  • In keiner anderen Wohnstätte drückt sich der gestalterische Wille von Mia und Hermann Hesse so deutlich aus, wie in dem nach den eigenen Wünschen gebauten Haus in Gaienhofen über dem Bodensee. Moderne Farben, neueste Baumaterialien, reformorientierte Gestaltung, verbunden mit dem Wunsch, in diesem schönen Haus in einer besonderen Landschaft leben zu wollen... Doch Zweifel und Unbehagen über die satte Bürgerlichkeit beendeten das Idyll allzu rasch. Diese Hintergründe beleuchtet die Führung durch das Haus.

     

    Beginn: 14:00 Uhr

     

    Veranstaltung im Rahmen der Hermann-Hesse-Tage Gaienhofen (12. – 14.10.2018) zum Thema: "Wirklichkeit und Imagination"

     

    Information und Buchung:

    Kultur- und Gästebüro

    Tel. +49 (0)7735 9999-123, Fax 9999-200

    info@gaienhofen.de · www.gaienhofen.de

    Hermann Hesse-Haus Gaienhofen
    Hermann-Hesse-Weg 2
    Gaienhofen 78343