Hermann-Hesse-Festival in Calw findet künftig alle drei Jahre statt

Udo Lindenberg und Jürgen Teufel

Neues von der Lindenberg-Stiftung: Udo bleibt natürlich an Bord. Aber ansonsten gibt es zwei Veränderungen. Das Hermann-Hesse-Festival findet künftig nicht mehr alle zwei, sondern alle drei Jahre statt. Und: Jürgen Teufel, den Udo Lindenberg schon als Gründungsvater dieser Stiftung bezeichnet hat, zieht sich zurück. Er macht an der Spitze hinter dem Panikrocker Stephan Scholl, dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Pforzheim Calw, Platz.

 

Soziale Komponente

Was, wie Teufel im Gespräch mit unserer Zeitung betonte, ein deutliches Zeichen dafür ist, dass auch das Kreditinstitut weiter hinter der Udo Lindenberg-Stiftung steht. Wie das schon der Fall ist, seit diese Einrichtung im Dezember 2006 in Calw gegründet worden ist. Es handelt sich um eine kulturpolitische Stiftung, die Leben und Werk von Hermann Hesse mit moderner Musik verbinden will. "Sie fördert junge Texter und Musiker durch den Panik-Preis, um "neue Wege gegen das Mitmarschieren in der Masse zu suchen, provokant zu schreiben und sich nicht anzupassen an den Superstar-Schrott", so Lindenberg.

 

Vor Hirsauer Kulisse

Darüber hinaus gibt es auch noch eine soziale Komponente. Und daran, unterstreicht Teufel, der vor zehn Jahren als damaliger Chef der Sparkasse Pforzheim Calw maßgeblich an der Gründung dieser Stiftung beteiligt war, soll sich auch nichts ändern. Der Stiftungsrat habe sich unlängst nur dazu entschieden, das Hermann-Hesse-Festival, in dessen Rahmen dieser Preis vergeben wird, nur noch alle drei Jahre auszuschreiben. Das nächste Mal also für das Jahr 2019. Voraussichtlich, so Teufel, wird es wieder im Rahmen des von der Konzertagentur Concetera organisierten Calwer Klostersommers in Hirsau vor der Kulisse der dortigen Ruinen stattfinden.

 

Die Verantwortlichen dieser Agentur hatten vor mehr als zehn Jahren den Kontakt zu Udo Lindenberg geknüpft und den bekennenden Hesse-Verehrer für das "Calw-rockt"-Konzert am 2. Juli 2005 gewinnen können. Die Sparkasse war als Sponsor dabei.

 

Deren Chef war seinerzeit Jürgen Teufel. Als die beiden tags darauf miteinander frühstückten, so erinnerte sich der ehemalige Banker, sei die Stiftungsidee geboren worden. Bis Dezember 2006 gab es diverse Verhandlungen. Am 10. Dezember 2006 wurde bei einem Festakt die Udo Lindenberg-Stiftung gegründet. Im Dezember 2016 wurde in aller Stille deren zehnter Geburtstag gefeiert.

 

(Artikel: Schwarzwälder Bote, erschienen am 9. Februar 2017, Autor: Hans-Jürgen Hölle, Foto: Privat)

 

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