Blicke heutiger Schriftsteller auf Hesse am 13. Mai in Calw

Sibylle Lewitscharoff

Ein Schriftsteller, der seit Jahren detailierte Blicke auf Hesse und sein Werk wirft, ist Adolf Muschg, der dafür am 13. Mai um 16.30 Uhr in der Calwer Aula den Preis der Internationalen Hermann-Hesse-Gesellschaft verliehen bekommt. Neu unter die Hesse-Forscher geht dagegen an selbem Ort um 20.30 Uhr Sibylle Lewitscharoff in ihrem Vortrag mit dem ironisch provokanten Titel "Hesse querbeet".

Die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff wurde 1954 in Stuttgart geboren und studierte Religionswissenschaften in Berlin, wo sie nach längeren Aufenthalten in Buenos Aires und Paris noch heute lebt. Sie hat vielbeachtete Romane (u.a. "Montgomery", "Consummatus", "Blumenberg", "Killmousky", "Apostoloff") und auch Essays, Hörspiele und ein Bühnenwerk ("Vor dem Gericht") veröffentlicht. Sie ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Bayerischen Akademie der Schönen Künste sowie der Berliner Akademie der Künste und war Stipendiatin in der Villa Massimo in Rom. Für ihr Prosawerk wurde sie unter anderem mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis, dem Preis der Leipziger Buchmesse und dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Ihr zuletzt erschienener Roman "Das Pfingstwunder" wurde in den Feuilletons sehr positiv besprochen.

Sowohl die Preisverleihung an Adolf Muschg mit einer Laudation von Christoph Gellner als auch der Vortrag von Sibylle Lewitscharoff finden im Rahmen der Jahrestagung der Internationalen Hermann-Hesse-Gesellschaft statt. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.

HSL