Aquarell-Ausstellung Hermann und Bruno Hesse sowie interessante Hesse-Veranstaltungen im Museum Schloss Fellenberg in Merzig

Hermann Hesse mit Sohn Bruno 1957

Am 16. September 2017 wird im Museum Schloss Fellenberg im saarländischen Merzig eine Ausstellung zum Thema "Zwischen Sommer und Herbst – Aquarelle aus dem Tessin" eröffnet mit Aquarellen von Hermann Hesse und seinem Sohn Bruno Hesse. In den darauffolgenden Tagen und Wochen schließt sich eine interessante Reihe von Hesse-Veranstaltungen daran an. Weitere Informationen:

 

• Sonntag, 16. September, 17 Uhr

„Zwischen Sommer und Herbst“ – Aquarelle aus dem Tessin von Hermann Hesse & Bruno Hesse

Bei der Eröffnung der Ausstellung spricht Dr. Volker Michels

zum Werk von Hermann Hesse:

„Farbe ist Leben“

Hermann Hesse und sein Sohn Bruno als Maler

Das Doppeltalent als Maler und Dichter teilt Hermann Hesse (1877-1962) mit vielen seiner Schriftstellerkollegen (u.a. mit Goethe, Gottfried Keller, Adalbert Stifter, Wilhelm Busch, Joachim Ringelnatz, Henry Miller, Peter Weiss oder Günter Grass). Seit seinen autodidaktischen Anfängen im Ersten Weltkrieg, die dem damals Vierzigjährigen eine schwere Krise zu überwinden halfen, hat Hesse bis ins hohe Alter etwa 3.000 Aquarelle gemalt. Die meisten von ihnen sind Liebeserklärungen an die farbenfrohen Landschaften seiner Tessiner Wahlheimat und ihrem damals noch unerschöpflichen Reichtum an zauberhaften Motiven. Internationale Beachtung jedoch fanden Hesses Bilder erst nach seinem Tod. Seit den siebziger Jahren haben sie sich bei mehr als 50 Ausstellungen in den USA, Kanada, Australien oder Japan und in den europäischen Ländern als Publikumsmagneten erwiesen.

Weniger bekannt sind die Arbeiten seines ältesten Sohnes, des Malers Bruno Hesse (1904-1999). Er war ein Schüler des schweizerischen Expressionisten Cuno Amiet. Die Bilder aus seiner Heimat im Oberaargau und von seinen zahlreichen Reisen durch ganz Europa erfreuen sich großer Beliebtheit.

 

• Sonntag, 17. September, 15 Uhr

Über die Bedeutung und Aktualität von Hermann Hesse als Schriftsteller

"Auf den Einzelnen kommt es an!"

Vortrag von Dr. Volker Michels, Herausgeber der Werke und Briefe Hermann Hesses

Die Bücher des Literatur-Nobelpreisträgers Hermann Hesse (1877-1962) sind inzwischen in über 50 Sprachen übersetzt und mit einer Gesamtauflage von mehr als 150 Millionen Exemplaren in aller Welt verbreitet. Sie haben diesen Dichter neben Thomas Mann; Bertolt Brecht, Franz Kafka und Stefan Zweig zum einflussreichsten deutschsprachigen Autor des 20. Jahrhunderts gemacht. Die vielfältigen Gründe für diese Renaissance des Verfassers von „Unterm Rad“, „Demian“, „Siddhartha“, „Der Steppenwolf“, „Narziß und Goldmund“ und „Das Glasperlenspiel“, die Ende der Sechziger Jahre in der USA einsetzte und sich heute u.a. in China und Russland wiederholt, schildert Volker Michels, der Herausgeber von Hermann Hesses Werken. Die Frage, warum es immer die junge Generation ist, die sich mit diesem dichter identifizieren kann und warum er ab 1914 bis heute vom deutschen Kulturbetrieb so stiefmütterlich behandelt wurde, ist ein weiterer, kulturpolitisch höchst aufschlussreicher Aspekt dieses Vortrags.

Anmeldung zu dem Vortrag – Diskussion – Lesung wird empfohlen, es steht nur ein begrenztes Platzkontingent zur Verfügung.

Tel. 0 68 61 – 79 30 30, per E-Mail: empfang@museum-schloss-fellenberg.de

Eintritt: 13,00 € Vorverkauf, 15,00 € Tageskasse (Im Eintritt enthalten ist der Besuch der Ausstellung und der Vortrag.)

 

• Samstag, 23. September, 11 Uhr und 15 Uhr

Buchvorstellung „Der Garten von Hermann Hesse“ - Von der Wiederentdeckung einer verlorenen Welt

Buchvorstellung mit Dipl.-Biologin Eva Eberwein

Hermann Hesse ist nicht nur einer der meistgelesenen deutschen Autoren weltweit, er hat auch einen starken Bezug zur Natur und zum Garten, aus dem er schöpfte und der als Nährboden seines Wirkens unerlässlich war. Hesses Garten in Gaienhofen am westlichen Bodensee ist der einzige, den er nach eigenen Vorstellungen angelegt und gestaltet hat. Dort lebte er nach dem Prinzip der Selbstversorgung – schon damals, lange vor dem Kult um das »Leben auf dem Lande«. Er wollte damit ein Zeichen setzen für eine gesellschaftspolitische Haltung gegen den allgemeinen Trend der Industrialisierung, Verstädterung, Entfremdung und Entmenschlichung.

Sein Garten wurde von Eva Eberwein restauriert und wiederhergestellt. Heute ist er Anziehungspunkte für Literaturfans und Gartenfreunde aus aller Welt. Das Buch nimmt uns mit in die damalige Welt Hermann Hesses, schildert lebendig und einfühlsam seine Beweggründe, den Garten genau so anzulegen, seine Erlebnisse darin und sein Wirken in dieser Zeit.

Auszeichung "Bestes Gartenporträt 2017" für "Der Garten von Hermann Hesse"

Anmeldung zur Buchvorstellung wird empfohlen, es steht nur ein begrenztes Platzkontingent zur Verfügung.

Tel. 0 68 61 – 79 30 30, per E-Mail: empfang@museum-schloss-fellenberg.de

Eintritt: 13,00 € Vorverkauf, 15,00 € Tageskasse (im Eintritt enthalten ist der Besuch der Ausstellung und der Vortrag)

 

• Sonntag, 1. Oktober, 17 Uhr

Hesses Frauen

Lesung mit Bärbel Reetz

Man kennt ihn: Hermann Hesse. Sein Werk: in aller Welt. Seine Freunde und Briefpartner: zahlreich, viele berühmt und bedeutend.

Aber wer waren seine Ehefrauen, seine Kinder? Wer kennt Maria (Mia) Bernoulli, die fast ein Jahrzehnt ältere Fotografin aus alter Basler Gelehrtenfamilie, die Hesse 1904 heiratet? Wer kennt die Namen der drei Söhne: Bruno, Heiner und Martin und deren Leben mit den Eltern in der ländlichen Abgeschiedenheit Gaienhofens und Ostermundigens?

Was wird aus ihnen, als die Ehe misslingt, Hesse auf Reisen flieht und schließlich ins Tessin zieht, wo er seiner zweiten Frau, der jungen, verwöhnten Fabrikantentochter Ruth Wenger begegnet? Eine kurze, für beide schmerzliche Erfahrung, nach deren Trennung 1927 die Kunsthistorikerin Ninon Dolbin, eine frühe Verehrerin, bis zu Hesses Tod 1962 an seiner Seite sein wird.

Bärbel Reetz erzählt in ihrem biografischen Band "Hesses Frauen" von diesen ungewöhnlichen Frauen, aber auch von der Verbindung Hesses zu seinen Söhnen, die, wie Bruno, der Maler eigene künstlerische Wege beschritten haben.

Bärbel Reetz lebt als Schriftstellerin in Berlin. Sie veröffentlichte Lyrik, Erzählungen, Kurzgeschichten, Romane und Biographien (u.a. Hesses Frauen 2012 und 2016 die des Paares Hugo Ball und Emmy Ball-Hennings Das Paradies war für uns). 2003 erschien der von ihr edierte und kommentierte Briefwechsel zwischen Hermann Hesse, Hugo Ball und Emmy Ball-Hennings.

 

• Sonntag, 8. Oktober, 18 Uhr

"Sonntags um 6 – Menschen, die etwas zu sagen haben."

Zu der Veranstaltungsreihe “Sonntags um 6“ werden Personen eingeladen, die aufgrund ihres besonderen Lebensweges anderen Menschen etwas mitteilen können.

Als Gast erwarten wir im Gespräch:

Simon Hesse, den Sohn von Bruno Hesse und Enkel von Hermann Hesse

Moderator der Veranstaltung ist Oliver Schwambach,

Leitender Redakteur der Saarbrücker Zeitung.

 

• Sonntag, 22. Oktober, 17 Uhr

Hesses-Traum - Hermann Hesse in allen Facetten

Lesung mit musikalischer Umrahmung

Piano: Klauspeter Bungert, Violincello: Angela Simons, Texte: Claudia Dylla,

Anmeldung zu dem Konzert wird empfohlen, es steht nur ein begrenztes Platzkontingent zur Verfügung.

Tel. 0 68 61 – 79 30 30, per E-Mail: empfang@museum-schloss-fellenberg.de

Eintritt: 15,00 € Vorverkauf, 18,00 € Abendkasse (Im Eintritt enthalten ist der Besuch der Ausstellung und das Konzert.)

 

HSL