Theater und Orchester Heidelberg holt den Steppenwolf wieder ins Programm

Steppenwolf Szene/ Foto Annemone Taake

Das Theater und Orchester Heidelberg bringt erneut Hermann Hesses „Steppenwolf“ auf die Bühne. Das Stück ist in der Fassung von Joachim Lux zu sehen. Gespielt wird ab 26. Oktober bis Mitte Dezember insgesamt sechs Mal. 

 

Harry Haller ist der Steppenwolf: zerrissen zwischen seiner bürgerlichen und angepassten Seite und der animalischen, unangepassten, kultur- und sozialkritischen Seite, die ihn zum einsamen Wolf macht. Die zwei Seelen in seiner Brust sind für ihn nicht zwei Ausprägungen eines Charakters, sondern zerreißen seine Persönlichkeit tief im Inneren.

 

 

In einer Stadt, wo er niemanden kennt, will er sich für einige Monate zurückziehen. Der Aufenthalt wird zu einer inneren Suche, zu einem Trip, zu einem verzweifelten Versuch, die sich abstoßenden Seiten aneinanderzukitten. Von Selbstmordgedanken getrieben, trifft er in einem Tanzlokal auf die junge Prostituierte Hermine, die eine merkwürdige Erinnerung an seinen Jugendfreund Herrmann auslöst.

 

Immer weiter ziehen ihn die Gestalten der Nachtwelt an und eines Abends steckt ihm ein Unbekannter einen Zettel zu: "Heut nacht von vier Uhr an magisches Theater – nur für Verrückte – Eintritt kostet den Verstand. Nicht für jedermann. Hermine ist in der Hölle."

 

Mit dem Steppenwolf gibt die Regisseurin Bernadette Sonnenbichler ihr Heidelberg-Debüt. Sie inszeniert außerdem am Schauspiel Frankfurt, am Staatstheater Nürnberg und als Hausregisseurin am Düsseldorfer Schauspielhaus. 

 

Regie: Bernadette Sonnenbichler

Bühne: David Hohmann

Kostüme: Tanja Kramberger

Musik: Enik

Video: Hannah Dörr

Dramaturgie: Sonja Winkel

Mit: Sheila Eckhardt, Katharina Quast, Raphael Gehrmann, Fabian Oehl, Marco Albrecht

 

Karten gibt es unter auf der Homepage des Theaters: hier

 

(PBS / Foto: Annemone Taake)