Hermann Hesse und seine Verbindung zu dem Warmbronner Dichter Christian Wagner

Buchtitel

Hermann Hesse und seine Verbindung zu dem Warmbronner Dichter Christian Wagner stehen am Donnerstag, 7. Dezember, im Mittelpunkt einer Buchvorstellung an der Calwer Volkshochschule. Paramjeet S. Gill und Barbara Bross-Winkler präsentieren um 19.30 Uhr ihr Gemeinschaftswerk "Hermann Hesse - Christian Wagner, Calw-Warmbronn: Eine Seelenverwandtschaft in Gedichten, Briefen und Fotografien".

 

Natürlich kennt in Calw jedes Kind Hermann Hesse, den natur- und gartenverliebten Lyriker, den weltbekannten Literaturnobelpreisträger, den Aquarellmaler und sinnsuchenden Wanderer zwischen den Welten, dessen Zeilen "Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" die Deutschen nach wie vor lieben und bei jeder Gelegenheit zitieren. Doch wer kennt – außerhalb von Leonberg - schon Christian Wagner, den "Goißapoet" aus Warmbronn, der von 1835 bis 1918 gelebt hat? Wohl die wenigsten. Die beiden Männer waren verbunden durch eine Art Seelenverwandtschaft. Auf diese Verbinung gehen Paramjeet S. Gill und Barbara Bross-Winkler in ihrem Fotobuch ein.

 

Ansichten aus Calw und Warmbronn stehen im Buch neben Landschafts- und Naturfotografien sowie ausgewählten Gedichte und Ausschnitte aus dem Briefwechsel beider Dichter. Sowohl Hesse als auch Wagner ließen sich ja gerade von der Natur zu zahllosen Versen inspirieren. Daneben finden sich kurze Texte zu beiden Dichtern und ihren Geburtsorten sowie Grußworte der Oberbürgermeister von Leonberg und Calw, Bernhard Schuler und Ralf Eggert.

 

Christian Wagner

Wer war Christian Wagner? Mit seiner Forderung von der "Schonung alles Lebendigen" galt der Warmbronner Bauer, der nur eine bescheidene Dorfschulbildung erhalten hatte, seiner Umgebung als kauziger Sonderling und Eigenbrötler. Welcher andere Landmann schrieb schon Verse, sprach mit Pflanzen und Tieren, machte sich Gedanken über die Wiedergeburt, las Botanik-Bücher und antike Sagen und brachte, so wie Wagner es tat, seine Kälber und Gänse nicht zum Metzger, sondern ließ sie weiterleben?

Mit Hermann Hesse verband Christian Wagner nicht nur das vegetarische Leben, das gespaltene Verhältnis zum Geburtsort und die Liebe zu Dichtung und Natur. Auch das Interesse am „geistigen Indien“ und östlicher Philosophie einte die beiden. Ein verbindendes Glied war auch Luise, eine Tochter Wagners, die Hermann und Mia Hesse in Gaienhofen einige Monate lang den Haushalt führte.

 

Die Autoren

Der Warmbronner Fotograf Paramjeet S. Gill, der aus Indien stammt, hat aus Dankbarkeit für seine zweite Heimat Warmbronn bereits drei Fotobücher herausgegeben. "Frieden statt Krieg" war sein jüngstes Werk, für das er unter anderen Konstantin Wecker gewinnen konnte. Die Textarbeit an seinem jüngsten Projekt, dem Buch zu Hesse und Wagner, hat die Journalistin und Gartenkolumnistin Barbara Bross-Winkler übernommen.

 

Buchvorstellung

Am Donnerstag, 7. Dezember, um 19.30 Uhr, stellen Paramjeet S. Gill und Barbara Bross-Winkler ihr Buch in der Volkshochschule Calw vor. Es sprechen der Calwer Oberbürgermeister Ralf Eggert und der 2. Vorsitzende der Christian-Wagner-Gesellschaft, Professor Dr. Axel Kuhn. Für die musikalische Umrahmung sorgen Luisa Bolay, Violine, und Damaris Hoch, Klavier, von der Musikschule Calw.

 

(Quelle vhs/ Pressebüro Schiel)