Im Winter auf dem Hermann-Hesse-Weg in Calw

Hermann-Hesse-Weg

Auch ohne Sonnenschein ist der Calwer Hermann-Hesse-Weg immer einen Besuch wert. Wer sich eine dicke Winterjacke überzieht, kann selbst in den kalten Monaten mit viel Vergnügen auf den Spuren des großen Nobelpreisträgers wandeln.

 

37 Stelen führen durch den Hermann-Hesse-Weg Beginnend am Hermann Hesse Museum, geht es über den malerischen Marktplatz, die historische Innenstadt zum sich direkt anschließenden Stadtgarten. Die Stelen, die sowohl aus einem historischen Bildteil und einem Textteil mit Zitaten aus Hesses Werken bestehen, gliedern sich thematisch in drei Bereiche auf: Im ersten Teil finden sich Zitate aus den Gerbersauer Erzählungen, die darüber Aufschluss geben, wie Hesse seine Stadt sah, der zweite Teil im Stadtgarten besteht aus ausgewählten Gedichten, der dritte Teil zeigt wiederum historische Beschreibungen.

 

Der Weg verläuft über den Gedenkstein Dr. Emil Schüz zum Panoramaweg mit einer schönen Aussicht auf Calw, weiter zum Gedenkstein des Ökonomierates Eugen Horlacher und zur Schillerlinde. Bereits 1870 kamen viele Stuttgarter mit der Königlich Württembergischen Schwarzwaldbahn zu Sonntagsausflügen nach Calw, um vom Alten Bahnhof aus, den Felsenweg hoch zu gehen und im ehemaligen Waldcafé einzukehren und von dort aus, die schöne Aussicht über das Nagoldtal und die Stadt Calw zu genießen. Auch die Familien Gundert und Hesse unternahmen gerne Spaziergänge an diesen Ort.

 

Der Hermann-Hesse-Weg ist ein Beitrag des Vereins C.A.L.W. zur Wiederbelebung des Calwer Stadtgartens, der einst einer der ersten Naturlehrpfade überhaupt war. Im Calwer Stadtwald oberhalb des Stadtgartens hat der Verein das Schafott, die steinerne Bank sowie den Wölflesbrunnen vor dem Zerfall gerettet und einen Waldlehrpfad installiert, der laufend ergänzt wird. Realisiert wurde dies alles in ehrenamtlicher Arbeit und durch die Finanzierung von Sponsoren.

 

Alle Informationen gibt es hier.

 

(Quelle:Stadt Calw/ Foto Pressebüro Schiel)