Hermann-Hesse-Literaturpreis 2018 geht an Thomas Hettche

Thomas Hettche

Thomas Hettche (*1964) ist Träger des Hermann-Hesse-Literaturpreises 2018. Die Jury – Dr. Stefan Kistner von der Stuttgarter Zeitung, Dr. Bettina Schulte von der Badischen Zeitung sowie Andreas Platthaus von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung – sprach Thomas Hettche den Preis für seinen Essayband „Unsere leeren Herzen. Über Literatur.“ zu. Feierlich überreicht wird der mit 15.000 Euro dotierte Preis am 31. Oktober im Karlsruher Rathaus.

 

Den mit 5.000 Euro dotierten Hermann-Hesse-Förderpreis erhält der deutsch-amerikanische Autor Paul-Henri Campbell für seinen Gedichtzyklus „Nach den Narkosen“.

 

Über Thomas Hettche

 

Thomas Hettche, 1964 in dem Dorf Treis am Rand des Vogelsbergs geboren, studierte Germanistik, Philosophie und Filmwissenschaft in Frankfurt am Main und lebt, nach Aufenthalten unter anderem in Krakau, Venedig, Rom und Los Angeles, heute als freier Schriftsteller in Berlin und in der Schweiz.

 

Thomas Hettche debütierte 1989 mit dem Roman „Ludwig muß sterben“. Sein Roman „Der Fall Arbogast“ wurde in 13 Sprachen übersetzt, sein Bestseller „Pfaueninsel“ unter anderem mit dem Wilhelm-Raabe-, dem Wolfgang-Koeppen-Preis, dem Solothurner Literaturpreis und dem Bayerischen Buchpreis ausgezeichnet.

 

2017 erschien von ihm bei Kiepenheuer & Witsch „Unsere leeren Herzen. Über Literatur.“ Darin geht der Autor der Frage nach, welche Tröstungen Literatur für „Unsere leeren Herzen“ heute noch bereitzuhalten vermag. Nach Fahrtenbuch (2007) und Totenberg (2012) schreibt Thomas Hettche mit diesem Band weiter an seiner intellektuellen Autobiografie und stellt sich in seiner Auseinandersetzung mit Autoren von Ovid über Immanuel Kant bis Michel Houellebecq und anderen den drängenden metaphysischen Sinnfragen unserer „krisengeschüttelten, entzauberten Moderne“.

 

Über den Hermann-Hesse-Literaturpreis

 

Verliehen wird der renommierte Preis von der Stiftung Hermann-Hesse-Literaturpreis Karlsruhe. Der seit 1957 bestehende, von der Fördergemeinschaft Kunst e.V. gestiftete Preis wird alle zwei Jahre vergeben. Erster Preisträger war Martin Walser, der für seinen Roman „Ehen in Philippsburg“ ausgezeichnet wurde.

 

(Foto: Thomas Andenmatten)

(PBS)