Vortrag in Calw: Hermann Hesses „Steppenwolf“ und die Neue Sachlichkeit

Stefan Höppner

Am Freitag, 14. Dezember, stellt Dr. Stefan Höppner von der Universität Freiburg Hermann Hesses „Steppenwolf“ von 1927 als ein Werk seiner Zeit wie auch der heutigen Moderne dar. Die Veranstaltung findet um 18.30 Uhr im Saal Schüz des Calwer Hermann Hesse Museums statt, der Eintritt ist frei.

 

Nachdem sich das Museum in seiner diesjährigen Sonderausstellung „Durch den Filter der Seele“ mit den Calwer Künstlern Rudolf Schlichter, Kurt Weinhold und Richard Ziegler“ und deren Verständnis von der Neuen Sachlichkeit in der Kunst befasste, schlägt der Referent nun einen Bogen zur gleichnamigen Richtung in der Literatur. Dabei stellt sich die Frage, ob ein Roman, der von der Unsterblichkeit handelt und dessen Schluss in einem „magischen Theater“ spielt, überhaupt zur Neuen Sachlichkeit gehören kann?

 

Dr. Stefan Höppner macht in seinem Vortrag die Probe aufs Exempel und argumentiert, dass „Der Steppenwolf“ ein Grundthema dieser Strömung aufnimmt, wie nämlich der Mensch in einer Zeit der „transzendentalen Obdachlosigkeit“ Orientierung finden kann, besonders nach den Erfahrungen der Epochenzäsur von 1918. Dabei greift der Vortrag weitere Motive der Moderne auf, wie etwa den Blick auf die Großstadt, den Blick auf Amerika, den Jazz sowie die Bedeutung des Radios. Das Besondere an Hesses Vorgehensweise verdeutlicht der Vortrag in Bezug auf die Werke anderer Autoren jeder Zeit, wie etwa Bertolt Brecht, Alfred

Döblin oder Ernst Jünger.

 

In einem abschließenden Teil stellt sich Dr. Höppner der Frage, wie sich Hesses Definition der Neuen Sachlichkeit zur Malerei verhält.

 

Hermann Hesses „Steppenwolf“

Vortrag von Dr. Stefan Höppner

Freitag, 14. Dezember, 18.30 Uhr

Saal Schüz, Hermann Hesse Museum, Calw

 

(Quelle: Hermann Hesse Museum, Foto:privat, PBS)