Sanierung des Calwer Hermann Hesse Museums ist beschlossen

Hesse Museum Calw

Die Richtung für die Sanierung des Hermann Hesse Museums in Calw steht fest: Nicht nur die Dauerausstellung der städtischen Einrichtung im Haus Schüz wird neu konzipiert, auch will man das Haus mit baulicher Modernisierung für die Zukunft rüsten.

 

Das Gesamtkonzept dazu, erläuterte das beauftragte Büro Demirag Architekten aus Stuttgart in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Rund 2,6 Millionen Euro sollen die baulichen Maßnahmen am und im Hesse-Museum kosten. Korkut Demirag vom Büro Demirag Architekten stellte dem Gremium seine Expertise für das langfristig angelegte Gesamtkonzept vor.

 

Schon 2017 hatte der Gemeinderat beschlossen, das Stuttgarter Büro mit der Konzeption einer neuen Hermann Hesse-Dauerausstellung zu beauftragen. 2019 kamen dann weitere Aufgaben durch Hinweise der Verwaltung hinzu: Neben dem Dach braucht auch die Fassade des Hesse-Museums eine Sanierung. Was auch den Wunsch des Bau- und Umweltausschusses mit sich brachte, das nun vorgestellte Gesamtkonzept erstellen zu lassen. Inhaltliche Unterstützung hat das Calwer Museumsteam von Dr. Thomas Schmidt, Leiter der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg (ALIM).

 

Der Gemeinderat war sich nach der Vorstellung eines langfristig angelegten Gesamtkonzepts für das Hermann Hesse Museum voll und ganz einig: die Planungen für die Sanierung des Hauses sollen weiter vorangebracht werden. Mit rund 2,6 Millionen Euro an Brutto-Kosten für die baulichen Maßnahmen rechnet das Büro Demirag Architekten aus Stuttgart. Um Zeit und Kosten zu sparen, empfahl Korkut Demirag, die Arbeiten auf einmal zu erledigen. Was im Gremium auch Anklang fand. Mit Blick auf das Gebäude gab der Architekt zu bedenken, dass dieses „in die Jahre“ gekommen sei. Das Museum könne künftig als Tourismus-Magnet fungieren und mit der Hermann Hesse-Bahn Tages-Gäste aus der Metropolregion Stuttgart nach Calw ziehen. Das Erscheinungsbild müsse deshalb stimmig sein.

 

Die geschätzten 2,6 Millionen Euro an Kosten verteilen sich grob auf Maßnahmen für die Barrierefreiheit (EG und Aufzug) mit rund 767.000 Euro, auf Oberflächen und Beläge der Innenräume mit rund 417.000 Euro, auf die Erneuerung des Dachs und der Wärmedämmung, Fassade und Fenster mit rund 775.000 Euro sowie auf die Gebäudetechnische Modernisierung mit rund 640.000 Euro. Die Maßnahmen seien in einem Zeitraum von zehn bis 15 Jahren erforderlich.

 

(PBS)