Hermann-Hesse-Literaturpreis 2020 geht an Iris Hanika

Iris Hanika, Hesse-Literaturpreisträgerin 2020

Der diesjährige "Hermann-Hesse-Literaturpreis" geht an die Schriftstellerin Iris Hanika für ihr Buch "Echos Kammern". Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass in diesem Roman das Thema sowie die "in feinste Nuancen dringende Sprache" besteche.

Der im Gedenken an Hermann Hesse vergebene Preis wurde 1956 von der "Fördergemeinschaft Kunst e.V." in Karlsruhe gestiftet. Erster Preisträger war 1957 der dreißigjährige Martin Walser, der ihn für seinen Roman "Ehen in Philippsburg" bekam. Seit 1977 wird der Preis zusammen mit dem von der Stadt Karlsruhe gestifteten "Hermann-Hesse-Förderpreis" verliehen. Dieser geht in diesem Jahr an Nadine Schneider für ihren Debütroman "Drei Kilometer".

Außer dem "Hermann-Hesse-Literaturpreis" gibt es noch zwei weitere Hermann Hesse gewidmete Preise:

Seit 1990 verleiht die heute vom Südwestrundfunk und der Sparkasse Pforzheim Calw getragene "Calwer Hermann-Hesse-Stiftung" alle zwei Jahre den "Internationalen Hermann-Hesse-Preis" abwechselnd an eine deutschsprachige Literaturzeitschrift oder  verdiente Übersetzer literarischer Werke. Die Stiftung vergibt seit 1995 auch ein "Hesse-Stipendium", bei dem Schreibende für jeweils 3 Monate in Calw eine kostenfreie Unterkunft und ein Salär bekommen.

Seit 2017 ehrt auch die "Internationale Hermann-Hesse-Gesellschaft" alle zwei Jahre eine Person, die sich um das Werk Hermann Hesses und sein Gedankengut besonders verdient gemacht hat. 2017 erhielt der Schriftsteller Adolf Muschg diesen von der Familie der Hesse-Enkelin Sibylle Siegenthaler-Hesse gesponserten Preis, und 2019 der Autor, Psychologe und Theologe Eugen Drewermann.

(HSL)