Calw darf sich ab 2022 offiziell "Hermann-Hesse-Stadt" nennen

Calw darf sich ab 2022 offiziell "Hermann-Hesse-Stadt" nennen

Die Calwer Kernstadt darf sich künftig offiziell "Hermann-Hesse-Stadt" nennen: Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl erteilte in einer Videokonferenz Calw und 22 anderen Städten und Gemeinden die Genehmigung zum Führen der beantragten jeweiligen Zusatzbezeichnung zum Ortsnamen.

Die Urkundenübergabe fand am 9. Dezember digital statt: "Mit der Zusatzbezeichnung nehmen wir die Menschen mit auf eine kulturhistorische Reise durch unser Land. Mehrfach wird dabei auf die Geschichte der Stadtgründungen Bezug genommen oder auf berühmte Söhne der jeweiligen Stadt, zum Beispiel auf Hermann Hesse", erklärte Minister Strobl.

Die Stadt Calw hatte die Zusatzbezeichnung aufgrund ihrer Verbundenheit mit ihrem berühmtesten Bürger, dem Dichter und Literaturnobelpreisträger Hermann Hesse, beantragt. Damit wird der Bezug zu dem bedeutenden Schriftsteller hervorgehoben und auf dessen Leben und Wirken hingewiesen. Am 2. Dezember 2020 hatte der baden-württembergische Landtag auf Vorschlag von Minister Strobl eine Änderung der Gemeindeordnung beschlossen, mit der die bislang zurückhaltende Praxis im Bereich der Zusatzbezeichnungen gelockert wurde. Seither ist es leichter möglich, neben dem Gemeindenamen noch eine Zusatzbezeichnung zu führen. Auch in Calw kann nun die genehmigte Zusatzbezeichnung "Hermann-Hesse-Stadt" unter Beachtung der straßenverkehrsrechtlichen Regelungen auf den Ortstafeln an den Ortseingängen umgesetzt werden. Die Schilder Kernstadt, insgesamt 14 Stück, werden ausgetauscht.

Quelle: CalwJournal der Stadt Calw vom 17. Dezember 2021