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Calendar

Domingo, 12. Julio 2020

25.03.2020 - 30.09.2020

  • 1943 veröffentlichte Hermann Hesse seinen letzten Roman „Das Glasperlenspiel“ in kleiner Auflage in der Schweiz, erst Ende 1946 wurde er auch einem größeren Publikum in Deutschland bekannt. Ursprünglich hätte „Das Glasperlenspiel“ schon 1942 in Berlin erscheinen sollen, doch die NS-Behörden verweigerten die Druckgenehmigung. Seinem Sohn Heiner teilte Hesse 1942 resigniert mit, „dass das Buch nun also die Leser, für die es bestimmt war, nicht erreicht“.

     

    Die Ausstellung versucht erstmals, die politische Dimension der „Lebensbeschreibung des Magister Ludi Josef Knecht“ aufzuzeigen, vor dem Hintergrund der Zwänge, denen sich Hesse seit 1933 ausgesetzt sah. Neben literarischen und zeithistorischen Dokumenten präsentiert die Schau auch einige Film- und Tondokumente, die Zeitgeschichte und den musikalischen Horizont des „Glasperlenspiels“ vergegenwärtigen und so einen Zugang zu diesem rätselhaften Roman erschließen. Darüber hinaus spielt Hesses Verhältnis zu Thomas Mann und dessen Roman „Dr. Faustus“ eine Rolle.

     

    Nach Stationen in Berlin, im Gaienhofener Hesse-Museum und in Bremen ist die Ausstellung bis 30.9. im Literaturhaus Oberpfalz zu sehen – ergänzt durch Hesse-Briefe aus eigenen Beständen.

     

    Ausstellungseröffnung mit Kurator Lutz Dittrich: Mittwoch, 25.03.2020 um 19:30 Uhr

    http://www.literaturarchiv.de

    Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg
    Rosenberger Straße 9
    Sulzbach-Rosenberg 92237

12.05.2020 - 06.09.2020

  • Wie kaum ein anderer deutscher Politiker war Theodor Heuss (1884 - 1963) auch ein Mann der Literatur. Er fungierte u.a. als Redakteur, Kritiker, Lektor und Herausgeber. So kam es auch zum ersten Kontakt mit dem Schriftsteller Hermann Hesse (1877 - 1962): Hesse schrieb und Heuss rezensierte. Die Geschichte der über fünfzigjährigen Freundschaft reichte von den frühen beruflichen Kontakten bis zu den späten Begegnungen zwischen dem Nobelpreisträger und dem deutschen Bundespräsidenten. In der Ausstellung dokumentieren Briefe, Fotos, Buchpublikationen, Rezensionen und die gemeinsame Arbeit an der politisch-literarischen Zeitschrift „März“ die Entwicklung dieser Beziehung, die im Kaiserreich begann, die NS-Zeit überdauerte und dann in die Nachkriegszeit mündete.

     

    Ergänzt wird die Ausstellung mit Zeichnungen und Aquarellen der beiden Protagonisten, die auch künstlerische Interessen teilten. In enger Zusammenarbeit mit dem Familienarchiv Heuss, Basel, und mit der Fondazione Hermann Hesse Montagnola wird die von dort übernommene Ausstellung für das Hesse Museum Gaienhofen modifiziert und erweitert.

     

    „Hermann Hesse und Theodor Heuss. Eine freundschaftliche Beziehung in wechselhaften Zeiten“ lautet auch der Titel der ausstellungsbegleitenden Publikation, die im Schwabe Verlag (ISBN 978-3-7965-3971-8) erschienen ist.

    Hesse Museum Gaienhofen
    Kapellenstr. 8
    Gaienhofen 78343

30.05.2020 - 31.01.2021

  • Diese Ausstellung würdigt den Maler, Grafiker und Illustrator Gunter Böhmer (1911–1986), der in Montagnola wohnte und den mit Hesse eine Freundschaft  verband, die von gegenseitiger Bewunderung für die Talente des anderen geprägt war. Auf Bitte eines deutschen Unternehmers begann Böhmer 1938, Klingsors letzter Sommer zu illustrieren. Sein Talent und seine Hingabe, verbunden mit seiner Bewunderung für Hermann Hesse und der Liebe zur Tessiner Landschaft  liessen einzigartige Illustrationen an den Schauplätzen des Romans entstehen, darunter Montagnola und Carona. Kurz vor Drucklegung wurden 1944 bei einem Bombenangriff  auf Frankfurt die Druckplatten zerstört. Es blieben Probe-Drucke und hunderte Skizzen und Entwürfe erhalten, die nun das erste Mal in Zusammenarbeit mit Archiven im In- und Ausland zusammen  getragen werden.

     

    Kuratorin: Regina Bucher

    Museum Hermann Hesse Montagnola
    Torre Camuzzi
    Montagnola 6926

12.07.2020

  • Das Tübinger Hesse-Kabinett widmet sich den literarischen Wurzeln des weltberühmten Dichters und Nobelpreisträgers Hermann Hesse (1877-1962). Es lädt ein zu einer Entdeckungsreise auf den Spuren der Jugend des Dichters der Jugend. Besondere Attraktionen sind das über 150 Jahre alte Bücherlager und die genauso alte Wendeltreppe.

     

    Untergebracht ist das Kabinett in einem Teil der Räume des Antiquariats Heckenhauer am Holzmarkt. Hier trat Hesse 1895 seine Lehre als Buchhändler an. In der Universitätsstadt fand er nach krisenhaften Jugendjahren endlich innere Ruhe und begann, sich intensiv der Literatur zu widmen. Am Ende seiner Lehrzeit veröffentlichte Hesse seine ersten Gedichte, die Romantischen Lieder, und legte damit das Fundament für seinen späteren Weltruhm als Schriftsteller.

     

    Beginn: 16 Uhr, Teilnahmegebühr 1,50 Euro

    Infos: stadtmuseum@tuebingen.de

    Hesse-Kabinett Tübingen
    Holzmarkt 5
    Tübingen 72070
  • Während Hesse in frühen Prosaschriften wie "Hermann Lauscher" sich aus provinzieller Realität in durchsichtig märchenhafte Fantasien träumt (Lulu Kapitel), ist dieses sechsteilige monologische Gedicht eine Art Odyssee in den ganz realen eigenen Blumen- und Gemüsegarten. In Hexametern steuert sein "Traumschiff" durch die botanische Vielfalt seiner Gartenbeete im Tessin - bis zum Unkrauthaufen an der Weissdornhecke. Die "Kunst des Müssiggangs" bei einfachen Arbeiten, wie z.B. dem Sieben der Gartenasche zur Bodenverbesserung, trägt ihn in philosophische Tiefen und in die Nähe der Inspiration zu wichtigsten Werken (Glasperlenspiel). In und zwischen den Versen entsteht ein lächelndes Selbstportrait des älteren Dichters auch in seinem Eheverhältnis zur dritten Frau, Ninon Dolbin (geb. Ausländer) und ein Bild seiner inneren Emigration aus drangvoller Zeit (30er Jahre). In Zeiten des Klimawandels und dem Verlust ursprünglicher Naturverbundenheit ist dieses sprachliche Wunderwerk von erstaunlicher Brisanz.An der Oboe nimmt Hans Martin Ulbrich einen mozartschen Gedanken Hesses auf und baut improvisierend einen musikalischen Raum für die Sprache.

    Matthias Schuppli wurde als junger Schauspieler nach seiner Hörspielarbeit mit Gerd Westphal von Rudolf Noelte als Hamlet nach Bonn engagiert (1981/82). Seither hat er in vielen grossen Rollen gastiert. An der Freien Volksbühne Berlin, am Thalia Theater Hamburg und am Schauspielhaus Zürich. In Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Dieter Wedel, Peter Striebeck und Achim Benning u.v.a.. Er war Ferdinand in Kabale und Liebe (Schiller), Essex in Elisabeth von England (Bruckner), Leonce in Leonce und Lena (Büchner). Später Möbius in den Physikern (Dürrenmatt) Wronskji in Anna Karenina (Tolstoi) und zuletzt Salieri in Peter Schaffers Amadeus. Daneben hat er auch Gesangsrollen im Musiktheater übernommen. Am Lehar-Festival Bad Ischl, auf Tour und in grossen schweizerischen und österreichischen Musicalproduktionen. Der Grenzbereich zwischen Sprache und Musik und die Zusammenarbeit mit verschiedensten Musikern und Komponisten ist seine Leidenschaft - in vielen eigenen musikalisch literarischen Abenden: Beispielsweise Heines Lyrisches Intermezzo und Schumanns Dichterliebe mit dem Sänger Werner Güra, mit dem Basler Streichquartett einen Nordischen Abend (Grieg, Sibelius - Kalevala) und als nächstes Projekt Walt Whitmans "Leaves of Grass" und die amerikanische Songkultur mit Maya Boog.

     

    Hans Martin Ulbrich entstammt einem musischen Elternhaus. Er wuchs auf in Basel, im Dreiländereck, studierte dort Oboe und Englischhorn, hatte einen Briefkontakt mit Hermann Hesse, Lisa Tetzner und Kurt Held, lebte als junger Musiker in Paris und in Deutschland, schrieb zeitlebens Texte, veröffentlichte Lyrik und Prosa sowie Musikeranekdoten (Reclam-Verlag). Während 41 Jahren wirkte er als Oboist im Tonhalle-Orchester Zürich, an der Musikhochschule sowie in vielen Ländern. Vom Dirigenten (und Oboisten) Rudolf Kempe wurde er als Instrumentalist in prägender Weise gefördert.

     

    Monologisches Gedicht in sechs Teilen von Hermann Hesse.Rezitation - Matthias SchuppliOboe und Englischhorn - Hans Martin Ulbrich

     

    http://www.hesse-museum-gaienhofen.de

     

    Beginn: 11 Uhr

    Hesse Museum Gaienhofen
    Kapellenstr. 8
    Gaienhofen 78343
  • Unter dem Titel „Hermann Hesse kennenlernen“ findet in Montagnola die Sonntagslesung statt.

     

    "Dem Sommer entgegen und andere Betrachtungen über das Glück", es lesen Edith Salmen und Lucilla Janssen.

     

    Beginn: 16:00 Uhr

    In deutscher und italienischer Sprache

    Eintritt Fr. 8.50/Fr. 7.–

    Museum Hermann Hesse Montagnola
    Torre Camuzzi
    Montagnola 6926
  • Der Schauspieler und Grimme-Preisträger Martin Feifel liest Texte und Gedichte von Hesse und Zeitgenossen.  

    Beginn:  20:00 Uhr

     

    Ein Teil des Erlöses wird nach Indien gespendet, wo derzeit auch aufgrund des Lockdown eine Hungersnot epischen Ausmaßes herrscht.

    Online-Lesung auf Live-Home-Stage