• Deutsch
  • English
  • Español
  • Français
  • Italiano
  • 简体中文
  • 日本語
  • 한국어
  • Русский

Calendar

Sábado, 15. Agosto 2020

25.03.2020 - 30.09.2020

  • 1943 veröffentlichte Hermann Hesse seinen letzten Roman „Das Glasperlenspiel“ in kleiner Auflage in der Schweiz, erst Ende 1946 wurde er auch einem größeren Publikum in Deutschland bekannt. Ursprünglich hätte „Das Glasperlenspiel“ schon 1942 in Berlin erscheinen sollen, doch die NS-Behörden verweigerten die Druckgenehmigung. Seinem Sohn Heiner teilte Hesse 1942 resigniert mit, „dass das Buch nun also die Leser, für die es bestimmt war, nicht erreicht“.

     

    Die Ausstellung versucht erstmals, die politische Dimension der „Lebensbeschreibung des Magister Ludi Josef Knecht“ aufzuzeigen, vor dem Hintergrund der Zwänge, denen sich Hesse seit 1933 ausgesetzt sah. Neben literarischen und zeithistorischen Dokumenten präsentiert die Schau auch einige Film- und Tondokumente, die Zeitgeschichte und den musikalischen Horizont des „Glasperlenspiels“ vergegenwärtigen und so einen Zugang zu diesem rätselhaften Roman erschließen. Darüber hinaus spielt Hesses Verhältnis zu Thomas Mann und dessen Roman „Dr. Faustus“ eine Rolle.

     

    Nach Stationen in Berlin, im Gaienhofener Hesse-Museum und in Bremen ist die Ausstellung bis 30.9. im Literaturhaus Oberpfalz zu sehen – ergänzt durch Hesse-Briefe aus eigenen Beständen.

     

    Ausstellungseröffnung mit Kurator Lutz Dittrich: Mittwoch, 25.03.2020 um 19:30 Uhr

    http://www.literaturarchiv.de

    Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg
    Rosenberger Straße 9
    Sulzbach-Rosenberg 92237

12.05.2020 - 06.09.2020

  • Wie kaum ein anderer deutscher Politiker war Theodor Heuss (1884 - 1963) auch ein Mann der Literatur. Er fungierte u.a. als Redakteur, Kritiker, Lektor und Herausgeber. So kam es auch zum ersten Kontakt mit dem Schriftsteller Hermann Hesse (1877 - 1962): Hesse schrieb und Heuss rezensierte. Die Geschichte der über fünfzigjährigen Freundschaft reichte von den frühen beruflichen Kontakten bis zu den späten Begegnungen zwischen dem Nobelpreisträger und dem deutschen Bundespräsidenten. In der Ausstellung dokumentieren Briefe, Fotos, Buchpublikationen, Rezensionen und die gemeinsame Arbeit an der politisch-literarischen Zeitschrift „März“ die Entwicklung dieser Beziehung, die im Kaiserreich begann, die NS-Zeit überdauerte und dann in die Nachkriegszeit mündete.

     

    Ergänzt wird die Ausstellung mit Zeichnungen und Aquarellen der beiden Protagonisten, die auch künstlerische Interessen teilten. In enger Zusammenarbeit mit dem Familienarchiv Heuss, Basel, und mit der Fondazione Hermann Hesse Montagnola wird die von dort übernommene Ausstellung für das Hesse Museum Gaienhofen modifiziert und erweitert.

     

    „Hermann Hesse und Theodor Heuss. Eine freundschaftliche Beziehung in wechselhaften Zeiten“ lautet auch der Titel der ausstellungsbegleitenden Publikation, die im Schwabe Verlag (ISBN 978-3-7965-3971-8) erschienen ist.

    Hesse Museum Gaienhofen
    Kapellenstr. 8
    Gaienhofen 78343

30.05.2020 - 31.01.2021

  • Diese Ausstellung würdigt den Maler, Grafiker und Illustrator Gunter Böhmer (1911–1986), der in Montagnola wohnte und den mit Hesse eine Freundschaft  verband, die von gegenseitiger Bewunderung für die Talente des anderen geprägt war. Auf Bitte eines deutschen Unternehmers begann Böhmer 1938, Klingsors letzter Sommer zu illustrieren. Sein Talent und seine Hingabe, verbunden mit seiner Bewunderung für Hermann Hesse und der Liebe zur Tessiner Landschaft  liessen einzigartige Illustrationen an den Schauplätzen des Romans entstehen, darunter Montagnola und Carona. Kurz vor Drucklegung wurden 1944 bei einem Bombenangriff  auf Frankfurt die Druckplatten zerstört. Es blieben Probe-Drucke und hunderte Skizzen und Entwürfe erhalten, die nun das erste Mal in Zusammenarbeit mit Archiven im In- und Ausland zusammen  getragen werden.

     

    Kuratorin: Regina Bucher

    Museum Hermann Hesse Montagnola
    Torre Camuzzi
    Montagnola 6926

15.08.2020