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Tuesday, 22. September 2020

25.03.2020 - 30.09.2020

  • 1943 veröffentlichte Hermann Hesse seinen letzten Roman „Das Glasperlenspiel“ in kleiner Auflage in der Schweiz, erst Ende 1946 wurde er auch einem größeren Publikum in Deutschland bekannt. Ursprünglich hätte „Das Glasperlenspiel“ schon 1942 in Berlin erscheinen sollen, doch die NS-Behörden verweigerten die Druckgenehmigung. Seinem Sohn Heiner teilte Hesse 1942 resigniert mit, „dass das Buch nun also die Leser, für die es bestimmt war, nicht erreicht“.

     

    Die Ausstellung versucht erstmals, die politische Dimension der „Lebensbeschreibung des Magister Ludi Josef Knecht“ aufzuzeigen, vor dem Hintergrund der Zwänge, denen sich Hesse seit 1933 ausgesetzt sah. Neben literarischen und zeithistorischen Dokumenten präsentiert die Schau auch einige Film- und Tondokumente, die Zeitgeschichte und den musikalischen Horizont des „Glasperlenspiels“ vergegenwärtigen und so einen Zugang zu diesem rätselhaften Roman erschließen. Darüber hinaus spielt Hesses Verhältnis zu Thomas Mann und dessen Roman „Dr. Faustus“ eine Rolle.

     

    Nach Stationen in Berlin, im Gaienhofener Hesse-Museum und in Bremen ist die Ausstellung bis 30.9. im Literaturhaus Oberpfalz zu sehen – ergänzt durch Hesse-Briefe aus eigenen Beständen.

     

    Ausstellungseröffnung mit Kurator Lutz Dittrich: Mittwoch, 25.03.2020 um 19:30 Uhr

    http://www.literaturarchiv.de

    Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg
    Rosenberger Straße 9
    Sulzbach-Rosenberg 92237

30.05.2020 - 31.01.2021

  • Diese Ausstellung würdigt den Maler, Grafiker und Illustrator Gunter Böhmer (1911–1986), der in Montagnola wohnte und den mit Hesse eine Freundschaft  verband, die von gegenseitiger Bewunderung für die Talente des anderen geprägt war. Auf Bitte eines deutschen Unternehmers begann Böhmer 1938, Klingsors letzter Sommer zu illustrieren. Sein Talent und seine Hingabe, verbunden mit seiner Bewunderung für Hermann Hesse und der Liebe zur Tessiner Landschaft  liessen einzigartige Illustrationen an den Schauplätzen des Romans entstehen, darunter Montagnola und Carona. Kurz vor Drucklegung wurden 1944 bei einem Bombenangriff  auf Frankfurt die Druckplatten zerstört. Es blieben Probe-Drucke und hunderte Skizzen und Entwürfe erhalten, die nun das erste Mal in Zusammenarbeit mit Archiven im In- und Ausland zusammen  getragen werden.

     

    Kuratorin: Regina Bucher

    Museum Hermann Hesse Montagnola
    Torre Camuzzi
    Montagnola 6926

22.09.2020

  • Das Hermann Hesse Museum Calw lädt Literaturinteressierte zu einer Lesung mit dem Autor und Künstler Arne Rautenberg ein.

     

    Im Gespräch mit Jutta Bendt, der ehemaligen Leiterin der Bibliothek des Deutschen Literaturarchivs Marbach, gewährt der Schriftsteller einen Einblick in seine literarische Schaffenswelt und wird einige seiner Werke näher vorstellen.

     

    In Kiel geboren, studierte Rautenberg Kunstgeschichte, Neuere Deutsche Literaturgeschichte und Volkskunde an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Seit 2000 lebt er wieder als freier Schriftsteller und Autor in seiner Heimatstadt. Rautenbergs Oeuvre reicht von Gedichten, Essays und Kurzgeschichten bis zu sprachgewandten Romanen. Vor allem seine Gedichte und Geschichten sind in mehreren Einzeltiteln sowie in zahlreichen Anthologien erschienen. Zudem fanden viele seiner Gedichte Eingang in die deutschen Schulbücher.

     

    Für seine Werke wurde Arne Rautenberg bereits vielfach ausgezeichnet. So erhielt er bereits im Jahr 2001 den Christine-Lavant-Publikumspreis, während im Jahre 2013 die Liliencron-Poetik-Dozentur und 2016 mit dem Josef- Guggenmos-Preis der erste Preis für Kinderlyrik, der je in Deutschland vergeben wurde, folgten. 2017 wurde er in die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung gewählt und 2018 in die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur aufgenommen. Ganz aktuell wurde er zudem mit dem Kulturpreis der Stadt Kiel geehrt.Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit arbeitet Arne Rautenberg auch im künstlerischen Bereich und widmet sich hierbei vor allem der visuellen Poesie und großflächigen Schriftinstallationen, die bereits in mehreren Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt wurden.

     

    Das Stipendium wird von der Calwer Hermann-Hesse-Stiftung „im Gedenken an den Dichter Hermann Hesse, zur Pflege literarischer Kultur und zur Förderung der internationalen Verständigung im Geiste Hermann Hesses“ vergeben.

    Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, jedoch wird auf Grund der beschränkten Teilnehmerzahl unter 07051-7522 oder unter hermann-hesse-museum@calw.de  um Voranmeldung gebeten.

     

    Beginn: 17:30 Uhr

     

    Hermann Hesse-Museum Calw, Saal Schüz
    Marktplatz 30
    Calw 75365