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Week of 19. March 2018

03.12.2017 - 06.05.2018

  • Das Hesse Museum Gaienhofen zeigt von 3. Dezember 2017 bis zum 6. Mai 2018 eine Ausstellung "Der Künstler Ernst Würtenberger (1868-1934) und die literarische Szene". Zu dieser literarischen Szene am Bodensee und zu Würtenbergers Bekanntenkreis gehörte auch Hermann Hesse, den er 1905 malerisch porträtierte (siehe Bild).

     

    Die Ausstellungsmacher schreiben zu Ernst Würtenberger: Er wurde 1868 in Steißlingen geboren, wuchs im schweizerischen Emmishofen (heute ein Teil von Kreuzlingen) auf. Sein Studium absolvierte er an den Kunstakademien in München und Karlsruhe sowie Ende 1895 für einige Wochen im Atelier des (auch von Hermann Hesse sehr geschätzten) Malers Arnold Böcklin in Florenz.

     

    Ab 1898 arbeitete er als freischaffender Künstler, erhielt erste Proträtaufträge aus Konstanz und zog 1902 nach Zürich, wo er sich einen hervorragenden Ruf als Porträtmaler erwarb. Von 1914 bis 1921 war er außerdem Lehrer an der Kunstgewerbeschule in Zürich, bis er 1921 als Professor für Holzschnitt, Illustration und Komposition an die Landeskunstschule nach Karlsruhe berufen wurde. Dort lehrte er bis kurz vor seinem Tod im Jahr 1934.

     

    Schon früh hatte Würtenberger vielfältige Beziehungen zur literarischen Szene am Bodensee und in der Schweiz geknüpft. Er verkehrte mit den Dichtern Emanuel von Bodmann, Heinrich Ernst Kromer und Emil Strauß. Er verfasste Aufsätze für Wilhelm Schäfers Kulturzeitschrift Die Rheinlande, schuf grafische Beiträge u.a. für Das Bodenseebuch und trat als Autor von Büchern über Arnold Böcklin, Jean-Auguste-Dominique Ingres und Hans Thoma hervor.

     

    Zahlreiche Kontakte pflegte er mit dem Schweizer Autor und Literaturkritiker Josef Viktor Widmann und dessen Sohn, dem Maler und Schriftsteller Fritz Widmann. Über den Hottinger Lesezirkel lernte Würtenberger die Schriftsteller Hermann Hesse, Ernst Zahn, Jakob Bossart und Jakob Christoph Heer kennen.

     

    Die Ausstellung im Hesse Museum Gaienhofen beleuchtet anhand von Briefen, Publikationen, Widmungen und Grafik dieses facettenreich Bild des literarisch interessierten Künstlers Ernst Würtenberger. Dabei werden ausgewählte Porträtzeichnungen von Persönlichkeiten und Freunden aus der literarischen Szene zu Mitteilungen aus einer ganz persönlichen Sphäre.

     

    Gleichzeitig wird Würtenberger als Illustrator vorgestellt. Nach der Jahrhundertwende belebte er den traditionellen wie modernen Holzschnitt, ein Medium, das er sowohl für historische Porträts, als auch für die Illustration literarischer Themen, beispielsweise der Novellen Gottfried Kellers, einsetzte.

     

    Parallel zur Ausstellung im Hesse Museum zeigt die Städtische Wessenberg-Galerie Konstanz von 2. Dezember 2017 bis 1. April 2018 den Maler Ernst Würtenberger mit Fokus auf seinen Zürcher Jahren und seine Bedeutung für die Schweizer Kunst- und Kulturszene jener Zeit. Zu den Ausstellungen erscheint ein Katalog im Nimbus-Verlag (24,80 Euro an der Museumskasse).

     

    Öffnungszeiten der Aussstellung im Hesse-Museum Gaienhofen:

     

    Ab 3. Dezember ist sie freitags und samstags von 14 bis 17 Uhr und sonntags von 10 bis 17 Uhr zu sehen, ab 13. März 2018 dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr. (Am 24., 25, 31. 12. sowie am 1.1. geschlossen).

     

    Zur Ausstellung gibt es auch ein Begleitprogramm.

    Hesse Museum Gaienhofen
    Kapellenstraße 8
    Gaienhofen 78343

20.03.2018

  • Zum Inhalt: Harry Haller, ein umherziehender Lebenskünstler und lebensmüder Intellektueller, ist innerlich zerrissen: Einerseits schätzt er die bürgerliche Gemütlichkeit und Kultur, hat gleichzeitig aber für deren Pflichten und Institutionen nur Verachtung übrig. Da sind die Thesen des „Tractats vom Steppenwolf“ Wasser auf seine Mühlen. Das kleine Büchlein fordert auf zu einem unbedingten und extremen, aber auch humorvollen Leben. Haller flieht in die nächtlichen Großstadtstraßen, betrinkt sich, wird schließlich von Hermine aufgelesen.

    Zusammen mit der androgynen Verführerin taucht Harry Haller ein in eine Scheinwelt des magischen Theaters, wo er sich vorübergehend von seiner Persönlichkeit lösen muss. Seine Seele zerfällt in eine surreale Bilderwelt. Als er wieder zu sich kommt, steht sein Entschluss fest. Er will sich weiter aufmachen, die Hölle seines Inneren zu durchwandern – und um schließlich das Lachen zu lernen.

     

    Inszenierung: Wolf E. Rahlfs

    Beginn: 19:30 Uhr, Einführung: 19:00 Uhr

    Aula Alte Steige Wertheim

22.03.2018

  • Zum Inhalt: Harry Haller, ein umherziehender Lebenskünstler und lebensmüder Intellektueller, ist innerlich zerrissen: Einerseits schätzt er die bürgerliche Gemütlichkeit und Kultur, hat gleichzeitig aber für deren Pflichten und Institutionen nur Verachtung übrig. Da sind die Thesen des „Tractats vom Steppenwolf“ Wasser auf seine Mühlen. Das kleine Büchlein fordert auf zu einem unbedingten und extremen, aber auch humorvollen Leben. Haller flieht in die nächtlichen Großstadtstraßen, betrinkt sich, wird schließlich von Hermine aufgelesen.

    Zusammen mit der androgynen Verführerin taucht Harry Haller ein in eine Scheinwelt des magischen Theaters, wo er sich vorübergehend von seiner Persönlichkeit lösen muss. Seine Seele zerfällt in eine surreale Bilderwelt. Als er wieder zu sich kommt, steht sein Entschluss fest. Er will sich weiter aufmachen, die Hölle seines Inneren zu durchwandern – und um schließlich das Lachen zu lernen.

     

    Inszenierung: Wolf E. Rahlfs

    Beginn: 19:30 Uhr, Einführung: 19:00 Uhr

    Stadthalle Eberbach

25.03.2018

  • Die Welt um Harry Haller herum scheint einen neuen Krieg geradezu herbeizusehnen, während er selbst vollkommen menschenfern und zurückgezogen lebt. Als sein Weltekel so groß wird und er den Entschluss fasst, sich umzubringen, begegnet er der geheimnisvollen Hermine: Unter mysteriösen Umständen wird ihm das Traktat vom Steppenwolf zugespielt, in dem er sich selbst wiedererkennt. Mit Hermines Hilfe bekommt er Zutritt zu einer völlig neuen Gesellschaft, lernt zu tanzen und zu lieben. Schließlich erhält er den ersehnten Einlass in das „Magische Theater“.

     

    Theaterfassung von Joachim Lux

    Beginn: 19:30 Uhr

    Schauspielhaus
    Oberer Schloßgarten 6
    Stuttgart 70173

26.03.2018

  • Jan Bürger folgt Hesses Spuren in den Hinterlassenschaften von Peter Suhrkamp und Siegfried Unseld. Es zeigt sich, dass Hesse nicht nur ein weitsichtiger Stichwortgeber und zuverlässiger Freund gewesen ist, sondern auch ein geschickter Stratege im Literaturbetrieb. Dem Publikum werden bisher unveröffentlichte Fundstücke und Schätze aus dem Archiv präsentiert. Aus den Dokumenten und Briefen liest Sofia Flesch Baldin (Sprecherin und Moderatorin beim SWR).

     

    Beginn: 19:00 Uhr

    Eintritt frei

     

    Schauspielhaus
    Oberer Schloßgarten 6
    Stuttgart 70173