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Calendar

Saturday, 31. October 2020

30.05.2020 - 31.01.2021

  • Diese Ausstellung würdigt den Maler, Grafiker und Illustrator Gunter Böhmer (1911–1986), der in Montagnola wohnte und den mit Hesse eine Freundschaft  verband, die von gegenseitiger Bewunderung für die Talente des anderen geprägt war. Auf Bitte eines deutschen Unternehmers begann Böhmer 1938, Klingsors letzter Sommer zu illustrieren. Sein Talent und seine Hingabe, verbunden mit seiner Bewunderung für Hermann Hesse und der Liebe zur Tessiner Landschaft  liessen einzigartige Illustrationen an den Schauplätzen des Romans entstehen, darunter Montagnola und Carona. Kurz vor Drucklegung wurden 1944 bei einem Bombenangriff  auf Frankfurt die Druckplatten zerstört. Es blieben Probe-Drucke und hunderte Skizzen und Entwürfe erhalten, die nun das erste Mal in Zusammenarbeit mit Archiven im In- und Ausland zusammen  getragen werden.

     

    Kuratorin: Regina Bucher

    Museum Hermann Hesse Montagnola
    Torre Camuzzi
    Montagnola 6926

22.09.2020 - 26.02.2021

  • 1943 veröffentlichte Hermann Hesse seinen letzten Roman „Das Glasperlenspiel“ in kleiner Auflage in der Schweiz, erst Ende 1946 wurde er auch einem größeren Publikum in Deutschland bekannt. Ursprünglich hätte „Das Glasperlenspiel“ schon 1942 in Berlin erscheinen sollen, doch die NS-Behörden verweigerten die Druckgenehmigung. Seinem Sohn Heiner teilte Hesse 1942 resigniert mit, „dass das Buch nun also die Leser, für die es bestimmt war, nicht erreicht“.

     

    Die Ausstellung versucht erstmals, die politische Dimension der „Lebensbeschreibung des Magister Ludi Josef Knecht“ aufzuzeigen, vor dem Hintergrund der Zwänge, denen sich Hesse seit 1933 ausgesetzt sah. Neben literarischen und zeithistorischen Dokumenten präsentiert die Schau auch einige Film- und Tondokumente, die Zeitgeschichte und den musikalischen Horizont des „Glasperlenspiels“ vergegenwärtigen und so einen Zugang zu diesem rätselhaften Roman erschließen. Darüber hinaus spielt Hesses Verhältnis zu Thomas Mann und dessen Roman „Dr. Faustus“ eine Rolle.

     

    Nach Stationen in Berlin, im Gaienhofener Hesse-Museum und in Bremen ist die Ausstellung im Literaturhaus Oberpfalz zu sehen – ergänzt durch Hesse-Briefe aus eigenen Beständen.

     

    Leider wird wir die Sonderausstellung ohne Vernissage eröffnet, da die geltenden Corona-Abstandsregeln derzeit keine Veranstaltung im Literaturarchiv erlauben. Eine Finissage mit Kurator Lutz Dittrich Anfang 2021 ist in Planung, der genaue Termin wird rechtzeitig mitgeteilt.

     

    Es gelten die üblichen Corona-Auflagen. Die Besucherzahl ist begrenzt, daher wird eine Anmeldung unter 09661/8159590 oder info@literaturarchiv.de insbesondere auch für kleinere Gruppen empfohlen. Zwingend ist eine Anmeldung zu den Kurz-Führungen (30 min), die zu folgenden Terminen angeboten werden: 4.10., 25.10., 15.11., 6.12.2020 jeweils um 14.30 Uhr.

    Öffnungszeiten: Die – Fr 9.00 – 16.00 (außer an Feiertagen) , So 14.00 – 17.00. In den Weihnachtsferien bleibt das Haus von 19.12.2020 bis inklusive 11.1.2021 geschlossen.

     

    http://www.literaturarchiv.de

     

    Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg
    Rosenberger Straße 9
    Sulzbach-Rosenberg 92237

27.09.2020 - 06.12.2020

  • Die Städtische Galerie Villingen-Schwenningen gibt mit über 90 Aquarellen, die zwischen 1917 und 1938 entstanden sind, einen umfassenden Einblick in das malerische Werk des Schriftstellers Hermann Hesse (1877-1962). Zu sehen sind ebenso drei Porträts, die der amerikanische Popkünstler Andy Warhol 1984 im Auftrag von Siegfried Unseld, dem Verleger des Suhrkamp Verlags, von dem großen Literaten geschaffen hat. Farblithografien von Milton Glaser, die der Grafiker, Illustrator und Plakatkünstler im Auftrag des New Yorker Verlags Farrar, Straus & Giroux zu Hesse-Titeln entwarf, ergänzen die Ausstellung.

     

    Eröffnung: Samstag, 26. September 2020, 17 Uhr. Es sprechen Jürgen Roth, Oberbürgermeister, und Dr. Volker Michels, Suhrkamp Verlag, Berlin, Herausgeber der Werke und des bildnerischen Nachlasses von Hermann Hesse

     

    Öffentliche Führungen mit der Kunsthistorikerin Ursula Köhler:

    Sonntag, 18. Oktober 2020, 11:30 UhrDonnerstag, 5. November 2020, 18:30 UhrSonntag, 6. Dezember 2020, 11:30 Uhr

    Öffnungszeiten:

    Di, Mi, Fr 13-17 Uhr

    Do 13-19 Uhr

    Sa, So, feiertags 11-17 Uhr

    Tel. 07720-82-1098

    galerie@villingen-schwenningen.de 

    www.villingen-schwenningen.de

    Städtische Galerie, 'Lovis Kabinett'
    Friedrich-Ebert-Straße 35
    Villingen-Schwenningen 78054
  • Die Städtische Galerie Villingen-Schwenningen gibt mit über 90 Aquarellen, die zwischen 1917 und 1938 entstanden sind, einen umfassenden Einblick in das malerische Werk des Schriftstellers Hermann Hesse (1877-1962). Zu sehen sind ebenso drei Porträts, die der amerikanische Popkünstler Andy Warhol 1984 im Auftrag von Siegfried Unseld, dem Verleger des Suhrkamp Verlags, von dem großen Literaten geschaffen hat. Farblithografien von Milton Glaser, die der Grafiker, Illustrator und Plakatkünstler im Auftrag des New Yorker Verlags Farrar, Straus & Giroux zu Hesse-Titeln entwarf, ergänzen die Ausstellung.

     

    Eröffnung: Samstag, 26. September 2020, 17 Uhr. Es sprechen Jürgen Roth, Oberbürgermeister, und Dr. Volker Michels, Suhrkamp Verlag, Berlin, Herausgeber der Werke und des bildnerischen Nachlasses von Hermann Hesse

     

    Öffentliche Führungen mit der Kunsthistorikerin Ursula Köhler:

    Sonntag, 18. Oktober 2020, 11:30 UhrDonnerstag, 5. November 2020, 18:30 UhrSonntag, 6. Dezember 2020, 11:30 Uhr

    Öffnungszeiten:

    Di, Mi, Fr 13-17 Uhr

    Do 13-19 Uhr

    Sa, So, feiertags 11-17 Uhr

    Tel. 07720-82-1098

    galerie@villingen-schwenningen.de 

    www.villingen-schwenningen.de

    Städtische Galerie, 'Lovis Kabinett'
    Friedrich-Ebert-Straße 35
    Villingen-Schwenningen 78054

15.10.2020 - 28.02.2021

  • Gunter Böhmer lernte Hermann Hesse im Jahr 1933 kennen, als der Dichter den jungen Kunststudenten zu sich in seine Wahlheimat Montagnola im Tessin einlud. Von da an entwickelte sich eine Freundschaft, die über mehrere Jahrzehnte Bestand hatte. Böhmer ließ sich ebenfalls in Montagnola nieder und wurde nicht nur Hesses „Gärtnerbursche und Bocciakugelbemaler“, wie er sich selbst bezeichnete. Er begleitete den Dichter vielmehr malend und schaffte damit eindrucksvolle Zeugnisse von Hermann Hesses Leben und der Landschaft des Tessins. Darüber hinaus illustrierte er zahlreiche Werke des Dichters und auch internationale Buchklassiker. Nicht zuletzt entstand so ein bemerkenswerter Bilderzyklus zu einem der bekanntesten und bedeutendsten Romane Hermann Hesses: „Der Steppenwolf“.   Im Zentrum der gezeigten Ausstellung stehen eben diese Illustrationen, die sich im Original als Dauerleihgabe des Landes Baden-Württemberg in der Gunter Böhmer-Stiftung in Calw befinden. Angereichert wird die Präsentationen mit Abbildungen vielfältiger Werke und Dokumente rund um die Freundschaft und das Schaffen Gunter Böhmers und Hermann Hesses aus den Calwer Museums- und Stiftungsbeständen.

     

    Öffnungszeiten: Mo-Fr 8.30-11.30 Uhr und Do 14-18.30 Uhr

     

     

    Rathaus Calw
    Marktplatz 9
    Calw 75365

25.10.2020 - 30.01.2021

  • Tessiner Aquarelle 1919 bis 1937

     

    Der Förderverein Kunst- & Kulturfenster zeigt in einer umfangreichen Sonderausstellung über 70 Aquarelle des Deutsch-Schweizer Literaten Hermann Hesse (* 2.7.1877 Calw/Baden Württemberg – † 9.8.1962 Montagnola/Tessin).

     

    Hermann Hesse hat mehrere Tausend Aquarelle im Tessin gemalt. Hesses bevorzugtes Thema ist die Tessiner Landschaft in und um seinen Lebensort Montagnola. Anlass zum Malen bietet sein Psychiater Josef Bernhard Lang. Der Dichter befindet sich in der zweiten Dekade des 20. Jahrhunderts in einer ausgeprägten Existenzkrise. Hesse befolgt den Rat zu malen und beginnt während des Ersten Weltkrieg diese neue Tätigkeit. Das Malen intensiviert sich, als Hesse 1919 von Bern nach Montagnola zieht. Als die Kunsthalle Basel 1920 im Januar 26 Aquarelle ausstellt, ist die Resonanz im deutschsprachigen In- und Ausland gross. Bis auf zu erwartende Ausnahmen ist die Meinung im Feuilleton einhellig: Der Dichter Hermann Hesse ist auch Maler. Die mitunter sichtbare technische Unerfahrenheit wird dem Maler Hesse zugestanden, da seine Werke mit der ersten Ausstellung einen Personalstil zeigen, der auf seinen Freund Louis Moilliet verweist, diesen aber nicht kopiert. Hesse selbst erhofft sich über die Ausstellungen Verkäufe (die Ausstellungen in den Schweizer Kunsthallen waren seinerzeit öffentliche Kunstgalerien mit Verkaufsausstellungen und kleinen Katalogen, die die Preise der Werke wie auch ihre Unverkäuflichkeit auswiesen). Seit der furiosen Ausstellung in Basel vor 100 Jahren haben Hesses Aquarelle in über 150 nachgewiesenen Ausstellungen die Schweiz und die Welt bereist. Ein besonders repräsentatives Konvolut wird nun erstmals in der Schweiz ausgestellt.

     

    Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Ausstellungskatalog im Kunstbuchverlag fap | fine art publishing.

     

    Kurator: Thomas Kain

    Vernissage: 25.10.2020, 16 Uhr bis 18 Uhr

     

    (Quelle: Kunst- & Kulturfenster rechter Zürichsee)

    Gemeindehaus Uetikon am See 8707

31.10.2020

  • Magisches Theater - nur für Verrückte - Eintritt kostet den Verstand

    heißt es nicht nur für Harry Haller, Hesses Alter Ego, sondern auch für Sie, werte Zuschauer. Hesses Roman erschien 1927 und hat von seiner Aktualität und Kraft nichts eingebüßt. Packend und poetisch erzählt er von Harry Haller, der sich selbst »Steppenwolf« nennt, getrieben von gesellschaftlicher Anpassung und gleichzeitig dem Bedürfnis nach Individualität. So ist Harry »zwischen die Zeiten gerutscht«. Gerade seine neue Unterkunft bezogen, beschließt er, seinem Leben an seinem fünfzigsten Geburtstag ein Ende zu setzen. Sodann passieren wunderliche Dinge: Beim Umherirren in der Stadt trifft er auf das »magische Theater«, bekommt ein Traktat über sich selbst in die Hände und kurz darauf macht er Bekanntschaft mit der androgynen Hermine. Das Leben beginnt.

    Treten Sie ein, wenn es heißt: »Anarchistische Abendunterhaltung«

     

    »Im Theater am Puls steppt seit dem 4. Oktober 2019 der Wolf. Sicher nicht so, wie wir uns das spontan vorstellen. Nein, ein Steppenwolf, halb Tier halb Mensch, fern der anderen, sitzt ganz menschlich, gerade von irgendwoher gekommen, auf der Bühne in der Bühne und schreibt. All die anderen beschreiben ihn, dem Chor einer griechischen Tragödie gleich. Sie charakterisieren, interpretieren, psychologisieren und analysieren den Wartenden.  Er sucht ein Zimmer? Auch. Vorrangig sucht er sich als Kriegsgegner in der Welt der Kriegsnutzer, um festzustellen, dass auch er der Konsequenz der Gegnerschaft nicht standhalten kann. Er ist Harry Haller. Er denkt und denkt bis er sich in tausend Teile zerdacht hat. Dann bricht das Gedankenkartenhaus wieder zusammen. Später tut sich eine weitere Bühne auf. Das magische Theater ist nun die Bühne in der Bühne auf der Bühne. Ob Liebe, Illusion und Humor retten, was der Rettung bedarf? Harry Haller bleibt sich treu. Er gehorcht. Er durchdringt in seiner Art seine Welt. Wir Zuschauer sind Zeugen und ohne es zu merken Vollzieher tiefer Gedanken. Das sind wir nicht mehr gewohnt.  Unser Alltag ist gespickt von Ablenkung, Eile und Oberflächlichkeit. Kaum jemand kann so lange und so tief denken bis das Kartenhaus der Gedanken einstürzt und das Herz unverletzt und groß, mit Visionen, Sehnsüchten und Klarheiten gefüllt, zum Vorschein tritt. Joerg Steve Mohr hat den Wolf in der Steppe so inszeniert, jedem Gedanken ein so klares und treffendes Bild gegeben, dass wir begleitet und geführt das ungewohnte Tiefdenken erleben können. Allen Schauspielern gelingt die Darstellung der Vielschichtigkeit einer Figur virtuos, ob Hermine oder Herrmann, Maria oder Pablo oder der Vermieter, sodass gefühlt hundert Rollen unendlich viele Bühnen füllen. Immer ins Herz spielt, zupft, pocht, sticht, zischt und kratzt das Cello im Hintergrund, jazzt das Saxophon in die Zeit. Wir Zuschauer erleben einen Abend voller Bilder, Gedanken und Klänge, der uns in Innenreiche führt, die wir längst vergessen glauben.  Es ist das Reich in der Steppe zwischen Tier und Mensch, wo sicherlich laut das Herz klopft. « Text: Samyia Bilgin

     

    Dauer: 3 Std., inkl. 20 Min. Pause

    Weitere Informationen und Tickets: https://theater-am-puls.de

     

    Theater am Puls
    Marstallstraße 51
    Schwetzingen 68723
  • Siddhartha ist Brahmane, Bettelmönch, Kaufmann und Würfelspieler – er ist ein Mensch auf der Suche. Wissbegierig, verständig, demütig, so ist der junge Brahmane. Er löst sich aus seinen familiären Beziehungen, um den Weg der Askese zu gehen. Doch selbst die Begegnung mit dem Buddha Gotama lässt ihn unzufrieden zurück. Siddhartha gibt sich schließlich einem hedonistischen Leben hin, ohne darin Erfüllung finden zu können. Erst spät begreift er, was Glück für ihn bedeutet. Einfach und klar leuchtet Hesses Erzählung seit ihrer Erstpublikation 1922 wie aus einer anderen Welt zu uns. Doch Siddharthas Suche nach seinem Selbst ist mehr als ein Bekenntnis zu östlicher Philosophie, mehr als eine Abkehr von der westlichen, materialistischen Welt. Siddharthas »Heldenreise zur Erleuchtung« zielt auf die Überwindung aller Zwänge. Was verstehen wir unter Freiheit wirklich?

     

    »Siddhartha« kommt in einer schlanken Bearbeitung der Regisseurin Lisa Nielebock auf die Bühne der Kammerspiele. Ihre Inszenierung erzählt den Stoff fokussiert auf das Ensemble, in extremer Reduktion – ganz gegenwärtig und emotional dicht. Lisa Nielebock (*1978 in Tübingen) war Hausregisseurin am Schauspielhaus Bochum, wo sie u. a. »Penthesilea«, »Macbeth«, »Hiob« und »Die Orestie« inszenierte. Seit 2014 ist sie Professorin für Schauspielregie an der Folkwang Universität der Künste in Bochum. »Siddhartha« ist ihre erste Inszenierung am Schauspiel Frankfurt.

     

    Beginn: 20:00 Uhr

    Dauer: ca. 1 Stunde 50 Minuten, keine Pause

    Weitere Informationen und Tickets: www.schauspielfrankfurt.de

    Schauspiel Frankfurt, Kammerspiele
    Neue Mainzer Straße 15
    Frankfurt am Main 60311