Cuno Amiet


Cuno Amiet Selbstbildnis in Gelb
(Ausschnitt) Öl 1907

Hesse lernte Cuno Amiet 1905 kennen und schrieb für ihn ein Geleitwort im Katalog zu einer Gemäldeausstellung des Künstlers in Zürich. Das eindrucksvolle Porträt Hesses, das Cuno Amiet im Jahre 1919 mit wenigen, expressiven Pinselstrichen auf Karton malte, ist mit Hesses Pseudonym Emil Sinclair betitelt. Cuno Amiet, 1868 in Solothurn geboren und 1961 in Oschwand gestorben, gehört zu den wichtigsten Wegbereitern der Moderne in der Schweiz. "Er setzt keine Grenzen, sondern erweitert sie", schrieb Hesse bewundernd. Der anfangs unter dem Einfluss des Jugendstils stehende Künstler war in den Jahren 1906 und 1907 Mitglied der deutschen Expressionisten-Gruppe Die Brücke. Amiet, der vorwiegend in starken, hellen Farben arbeitete, schuf zahlreiche Landschaften und Bildnisse. Als enger Freund Hesses nahm er im April 1920 dessen Sohn Bruno bei sich auf und gab dem angehenden Maler den ersten Unterricht.