Albert Welti


Albert Welti Selbstbildnis

Albert Welti, geboren 1862 in Zürich, studierte in München, geriet unter den Einfluss Arnold Böcklins, fand dann aber zu einem ganz eigenen, fabulierenden Stil voller Phantasie und Naturverbundenheit.

Hesse, der anfangs besonders Weltis Radierungen bewunderte, lernte den Maler 1907 durch gemeinsame Künstlerfreunde in München kennen, dem Wohnsitz Weltis von 1895 bis 1908. In seiner Einführung zu einer Monographie über Welti schreibt Hesse 1917: "Seit der Stunde, in der ich die Mondnacht gesehen, hat Welti für mich zu den Künstlern gehört, mit denen ich lebte, (…), an deren Art ich mich und andere maß."

Und weiter: "Die beiden Quellen seiner Meisterschaft waren eine starke, eigenwillige, aus tiefen Seelengründen genährte Phantasie und ein altmeisterlicher Formwille." Hesse und seine Familie bezogen das Berner Haus des Malers im Melchenbühlweg in Bern nach dessen Tod im Jahre 1912.