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Hermann Hesse und seine Frauen: Ruth Wenger, die Sängerin

Zeitraum: 
21. September 2019

Ruth Wenger (1897–1994) wuchs in Delsberg und Basel auf und absolvierte eine Ausbildung als Sängerin in Basel. 1919 kaufte die Familie Wenger im Bergdorf Carona ein Ferienhaus, die Casa Costanza, nach einem Fresko am Giebel später von Hermann Hesse »Papageienhaus« genannt. Hier lernte Hesse Ruth Wenger im Sommer 1919 auf einem Ausflug mit Freunden näher kennen. Literarisch hat dieser Tag den Autor zu dem Kapitel »Der Kareno-Tag« in »Klingsors letzter Sommer« inspiriert, Ruth Wenger findet sich dort in der Figur der »roten Königin der Gebirge«, wieder. Wenige Monate später entspann sich ein Liebesverhältnis, das Hesse 1922 zur Niederschrift des Liebesmärchens »Piktors Verwandlungen« anregte, welches er Ruth widmete. Schliesslich heirateten die beiden, im Januar 1924 in Basel. Die Ehe dauerte nur drei Jahre, in denen die Eheleute nie zusammen lebten. Dieses Leben auf Distanz, welches für Hesse unabdingbar war, stand den Bedürfnissen der jungen Ruth Wenger entgegen, die sich mehr Nähe und eine Familie wünschte.

 

Bärbel Reetz berichtet von dieser leidenschaftlichen und auch leidvollen kurzen Ehe, gestützt auf zum Teil unveröffentlichte Dokumente.

Musikalische Begleitung: Davide Macaluso (Klavier) und Lorenza Donadini (Sopran). Eintritt frei; freiwillige Kollekte

 

Vortrag von Bärbel Reetz

Beginn: 17:30 Uhr

Ort

Sala Boccadoro
Vicolo dei Somazzi
Montagnola 6926
Switzerland