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Saturday, 21. October 2017

26.03.2017 - 31.10.2017

  • Die Ausstellung zeigt Aquarelle der italienischen Künstlerin Dominique Fidanza unter ihrem Pseudonym Sighanda. Sie stehen im Dialog mit Hermann Hesses Texten und seinen Bildern aus dem Tessin, das er ab 1919 zu seiner Wahlheimat machte.

     

    Die Handlung der autobiografischen Erzählung „Klingsors letzter Sommer“, die Hermann Hesse 1919 in Montagnola schrieb, ist auf der Collina d’Oro, in Carona, in Lugano und in anderen Orten der Umgebung angesiedelt. Hier nutzt der Maler Klingsor fast gierig die Zeit des Sommers, die ihm noch verbleibt. Der Protagonist verbringt seine Tage und Nächte im Wechselspiel zwischen künstlerischer Inspiration und hedonischer Lebensfreude. Aus dieser wunderbaren Verbindung des Vergänglichen mit der Ewigkeit gehen beeindruckende Bilder und Landschaftsimpressionen hervor.

     

    Sighandas Aquarelle sind eine Art Reisetagebuch. Sie nehmen Hesses Impressionen auf und stellen eine Verbindung zwischen seinen literarischen Beschreibungen und den von der Künstlerin nochmals bereisten Schauplätzen Klingsors her.

     

    Ausstellung in Kooperation mit der Fondazione Hermann Hesse Montagnola

    Hermann Hesse-Museum Calw
    Marktplatz 30
    Calw 75365

16.04.2017 - 01.02.2018

  • Der Dichter und Schriftsteller Hermann Hesse war ein grosser Liebhaber der klassischen Musik, die er als lebensbereichernde, ja notwendige Kunst betrachtete und als geliebte Ergänzung zur Welt des Wortes. Zu seinem Freundeskreis gehörten die drei Komponisten und Dirigenten Volkmar Andreae (1879-1962), von 1906 bis 1949 Chefdirigent des Tonhalle-Orchesters in Zürich, Fritz Brun (1878-1959), von 1909 bis 1943 Chefdirigent des Berner Sinfonieorchesters, und Othmar Schoeck (1886-1957), einer der bekanntesten Liedkomponisten des 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die lebenslangen Freundschaften zwischen Hermann Hesse und diesen drei Musikern, die getragen wurden von persönlichen Begegnungen bei Konzerten, von gegenseitigen Besuchen, von ihrer Korrespondenz und gemeinsamen Reisen nach Italien sowie von der grossen gegenseitigen Wertschätzung, die sie – allesamt Künstler – für die Werke der jeweils anderen hegten. Die Ausstellung zeigt persönliche Dokumente dieser vier Künstler: Briefe, Fotografien, vertonte Gedichte Hermann Hesses, veröffentlichte Erinnerungen, gegenseitige Widmungen sowie Konzertplakate und Bildzeugnisse, die die Welt der klassischen Musik in Bern und Zürich der 1910er bis 1930er Jahre dokumentieren.

     

    Konzeption: Dr. Eva Zimmermann

    Museum Hermann Hesse Montagnola
    Ra Cürta 2
    Montagnola 6926

03.09.2017 - 19.11.2017

  • Hermann Hesse gehört zu den meistgelesenen deutschen Dichtern. 1946 wurde er mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Seine bildnerische Tätigkeit begann er erst mit 39 Jahren.

     

    Hermann Hesse hat ein sehr umfangreiches, aber bislang wenig bekanntes, malerisches und zeichnerisches Werk geschaffen. Das Malen war für ihn von existenzieller Bedeutung, er konnte damit seine Lebenskrise überwinden. Seine Bilder zeigen die sensible Wahrnehmung der Natur und die sinnliche Freude am Umgang mit der Farbe.

     

    Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit Günther Troll, Büro für Ausstellungen. Ermöglicht wurde sie durch Leihgaben aus Privatbesitz. Viele der ausgestellten Werke werden zum ersten Mal öffentlich gezeigt. Mit Lebenszeugnissen, Gedichten und Fotos von Hesses Sohn Martin begleitet die Ausstellung Hermann Hesses Lebensjahre.

     

    In den Jahren 1890/91 besuchte Hermann Hesse die Göppinger Lateinschule zur Vorbereitung auf das Landexamen. Dieses absolvierte er erfolgreich und erlangte damit die Chance, am evangelischen Klosterseminar Maulbronn studieren zu dürfen. Dort lernte er Otto Hartmann kennen, beide waren „Bett-, Tisch- und Pultnachbarn“. Hermann Hesse schrieb dazu rückblickend: „In Maulbronn wurde Otto mein Schulkamerad, aber noch nicht mein Freund. Das ergab sich erst bei späteren Wiederbegegnungen, aber es wurde eine feste, unsentimentale aber herzliche Freundschaft daraus.“

     

    1952, kurz vor Hartmanns 75. Geburtstag, sahen sich die beiden letztmals in Montagnola. Otto Hartmann verstarb am 28. September 1952 in Ludwigsburg. Der Dichter überlebte den Literatur-Freund um zehn Jahre. Er verstarb am 9. August 1962 in Montagnola.

     

    Die Ausstellung wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm sowie Führungen ergänzt.

     

    Fon: 07161/650–185 (Museum)

    oder 07161/650–191 (Verwaltung der Museen)

    E-Mail: museen@goeppingen.de

    www.goeppingen.de/museen

     

    Öffnungszeiten

    Di-Sa 13–17 Uhr,

    So und Feiertag 11–17 Uhr

     

    Eintritt

    Erwachsene 2,00 EUR

    Erwachsene in Gruppen (ab 10 Teilnehmer) 1,50 EUR, ermäßigt 1,00 EUR

    Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, Bonuscard-Inhaber frei

    Museum im Storchen
    Wühlestraße 36
    Göppingen 73033

16.09.2017 - 17.11.2017

  • Das Museum Schloss Fellenberg im saarländischen Merzig zeigt eine Ausstellung zum Thema "Zwischen Sommer und Herbst – Aquarelle aus dem Tessin". Die Ausstellung zeigt Aquarelle von Hermann Hesse und seinem Sohn Bruno Hesse. Der gesamt Ausstellungszeitraum wird durch eine interessante Reihe von Hesse-Veranstaltungen ergänzt.

    Museum Schloss Fellenberg
    Torstraße 45a
    Merzig 66663

21.10.2017

  • „Spiegelung der Welt im vereinzelten Ich“ Hermann Hesse. Politik und Religion

     

    Das Internationale Hermann-Hesse-Kolloquium wird seit 2013 alle 2 Jahre von einem der Hesse-Orte Calw, Montagnola und Gaienhofen ausgerichtet. 2017 findet das Kolloquium erstmals in Gaienhofen statt, hier verbrachte der Schriftsteller Hermann Hesse 8 Jahre seines Lebens. Unter dem Motto „Spiegelung der Welt im vereinzelten Ich“ konnten hochkarätige Referenten, darunter Karl-Josef Kuschel, Eugen Drewermann, Volker Michels, Michael Limberg, Sabine Gruber und Johannes Waßmer für Vorträge zum Thema „Hermann Hesse. Politik und Religion“ gewonnen werden. In einer Podiumsdiskussion wird über die Aktualität und „Sprengkraft“ von Hermann Hesses Werk diskutiert. Mit einer szenischen Lesung bereichern Graziella Rossi und Helmut Vogel das Kolloquium. Außerdem besteht die Möglichkeit, bei Führungen das Hesse Museum Gaienhofen mit der neu konzipierten Dauerausstellung „Gaienhofener Umwege. Hermann Hesse und sein 1. Haus“ und das Hermann-Hesse-Haus, die 2. Wohnstätte des Dichters in Gaienhofen, kennen zu lernen. Das 16. Internationale Hermann-Hesse-Kolloquium wird ausgerichtet von der Gemeinde Gaienhofen durch das Kultur- und Gästebüro und das Hesse Museum Gaienhofen.

     

    10:30 Uhr: „Verpflichtung zu übernationaler Humanität“ Hermann Hesse im Ersten Weltkrieg und in den Zwanzigerjahren. Vortrag von Michael Limberg:

     

    Wie viele seiner Kollegen glaubte auch Hermann Hesse zunächst an eine kathartische Funktion des Krieges. Seine Einstellung geriet aber bereits im Herbst 1914 ins Wanken. Der Hass auf die Gegner, der auch vor Kunst und Literatur ‚feindlicher’ Völker nicht Halt machte, war ihm unverständlich. Mit seinem Aufsatz O Freunde, nicht diese Töne, in dem er seine Kollegen zu Zurückhaltung, Mäßigung und Vernunft aufrief, erreichte er das Gegenteil: Er wurde als Drückeberger und Vaterlandsverräter beschimpft. Da Hesse wegen starker Kurzsichtigkeit nicht als Soldat eingezogen wurde, arbeitete er ab Sommer 1915 bei der Kriegsgefangenenfürsorge in Bern, seinem Wohnort seit 1912. Daneben wurde er nicht müde, in Zeitungsartikeln zur Versöhnung aufzurufen, Brücken zum Gegner zu bauen, aber seine Appelle zeigten wenig Wirkung. Auch nach Kriegsende musste er feststellen, dass Deutschland aus der verlorenen Katastrophe keine Lehren gezogen hatte, sondern mit wehenden Fahnen auf den nächsten Krieg zusteuerte.

     

    14:00 Uhr: „Durch die Niederungen des Aktuellen waten...“ Hermann Hesse im Nationalsozialismus. Vortrag von Dr. h. c. Volker Michels, Herausgeber der Hermann Hesse Werke im Suhrkamp Verlag, Berlin:

     

    Dieser Autor, der nicht bis zum Machtantritt Hitlers gewartet hat, um dem politischen Deutschland den Rücken zu kehren, sondern es bereits 2 Jahre vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs verließ, ist zurecht als der erste freiwillige Emigrant unter seinen Schriftstellerkollegen bezeichnet worden. Auf welche Weise er den zwischen Duldung und Sabotage wechselnden Vereinnahmungsversuchen der nationalsozialistischen Kulturpolitik widerstanden hat und welch lebensbedrohliche Folgen ihm und seinem Verleger Peter Suhrkamp daraus entstanden, ist eins der spannendsten, wenngleich unbekanntesten Kapitel der Zeitgeschichte. Anhand bisher noch unerschlossener Quellen schildert Volker Michels damit auch den aktuellen Hintergrund, von dem sich das Kontrastprogramm von Hesses „Glasperlenspiel“ abhebt.

     

    16:00 Uhr: „Daß wir an Deutschland [...] noch viel Freude erleben werden, ist nicht wahrscheinlich.“– Hesses Positionierung als Autor nach dem Zweiten Weltkrieg. Vortrag von Dr. Sabine Gruber, Universität Tübingen:

     

    Nach dem zweiten Weltkrieg trat Hesse zwar nicht mehr mit neuen Romanen hervor, blieb aber als Autor, Publizist und Redner öffentlich präsent. Der Vortrag untersucht die Frage, wie Hesse in der von der Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen, der Wiederbewaffnung, dem beginnenden Kalten Krieg und dem wachsenden Gegensatz zwischen den beiden deutschen Staaten geprägten Nachkriegszeit seine Rolle als Autor neu defi nierte und inwieweit er von der Schweiz aus auch an deutschen öffentlichen Debatten teilnahm. Zwar richtet sich der Fokus auf Hesses Wirken in der Nachkriegszeit, es wird aber auch ein Blick darauf geworfen, welche Aktualität sein auf Integration gerichtetes Schreiben und Auftreten in der heutigen Zeit gewinnen kann, in der vielfach ein Auseinanderdriften der Gesellschaft und politische Radikalisierung beklagt werden.

     

    17:30 Uhr: Podiumsdiskussion zur Aktualität und „Sprengkraft“ von Hesses Denken. Mit Prof. Dr. Dr. Karl-Josef Kuschel, Dr. Sabine Gruber, Dr. Ute Hübner, Johannes Waßmer M. A., Michael Limberg, Dr. h. c. Volker Michels, Moderation: Siegmund Kopitzki (Kulturjournalist)

     

    19:00 Uhr: Pause, Möglichkeit zum Abendimbiss im Restaurant „Zum Fährmann“, 50 m vom Bürgerhaus entfernt

     

    20:00 Uhr: Hermann Hesse und die Politik „Mir liegt alles Politische nicht, sonst wäre ich längst Revolutionär“. Szenische Lesung mit Graziella Rossi (Schauspielerin) und Helmut Vogel (Schauspieler), Konzeption: Volker Michels:

     

    In wenigen Gebieten war dieser sonst eher traditionsverbundene Schriftsteller so vorausblickend und innovativ wie in der Politik. Als erster freiwilliger Emigrant hat Hermann Hesse das militaristische und auf koloniale Expansion bedachte Deutschland bereits 1912 verlassen und sich zwei Jahre später gegen das Völkermorden im Ersten Weltkrieg gewandt. Doch nicht nur auf journalistische sondern vor allem auf praktische Weise reagierte er auf die zeitgeschichtlichen Herausforderungen des kriegerischen 20. Jahrhunderts. Er gründete 1915 eine Zentrale für Kriegsgefangenfürsorge und hat sich in den Jahren des Nationalsozialismus für die Opfer der verhängnisvollen Politik seiner Landsleute eingesetzt. Trotz seiner Aussage „Meine Stellung ist bis zum Fanatismus apolitisch...Es müssen doch auch Leute da sein, die unbewaffnet sind“, hat er sich mit den virulenten politischen Themen der Gegenwart und Zukunft befasst und dabei weitblickende Impulse zu ihrer Bewältigung gegeben.

     

    Information und Buchung:

    Kultur- und Gästebüro

    Tel. +49 (0)7735 9999-123

    Fax 9999-200

     

    info@gaienhofen.de

    www.gaienhofen.de

     

    Gesamtpreis: 98,00 €, Einzelpreise 13-18 €

    Öffnungszeiten:

    Mo-Fr 8-12 und 13-16 Uhr, Sa 9-13 Uhr

     

     

    Bürgerhaus Gaienhofen Gaienhofen 78343
  • Der Monte Verità zu Gast im Museum Hermann Hesse Montagnola

     

    Sala Boccadoro, Montagnola Ein biographischer Dokumentarfilm über die utopische Ideenwelt des Harald Szeemann, der die Art, wie Kunst ausgestellt wird, revolutioniert hat. Der Film wurde auf einer Reihe von internationalen Festivals gezeigt und ist nun am 21. Oktober erneut im Tessin zu sehen, im Museum Hermann Hesse in Montagnola, im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Monte Verità in Ascona.

     

    Harald Szeemann (Bern 1933 – Tegna 2005) gehört zu den einflussreichsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Kunst. Er war Anarchist, Visionär und Träumer und gestaltete Ausstellungen, die so innovativ waren, dass sie als revolutionär gelten. Der Dokumentarfilm unternimmt eine physische und metaphorische Entdeckungsreise zu seinen Ideen, seiner persönlichen Auffassung von Kunst und folglich seinem Leben.

     

    Eine Reise zu den wichtigsten Stationen seiner beruflichen Laufbahn und seines Privatlebens, die untrennbar miteinander verbunden sind. In den Worten der Menschen, die ihm nahe standen, Familie, Freunde und enge Mitarbeiter, kommen seine private Seite, seine Lebensfreude, aber auch seine ganz besondere Arbeitsweise, seine kreativen Eingebungen, seine Obsessionen und der Nonkonformismus seiner Ideen zum Ausdruck.

     

    Bisher unveröffentlichtes Material –Interviews sowie Foto- und Videomaterial – lässt den Zuschauer entdecken, wie Szeemanns wichtigsten, inzwischen legendären Ausstellungen entstanden sind, und beleuchtet wie seine Entscheidungen, die den Verlauf der zeitgenössischen Kunst verändert haben, motiviert waren. So entsteht das Bild eines Menschen, der seinen obsessiven Drang zur Utopie zum Lebenszweck gemacht hat.

     

    Einführung in den Film: Ambra Stazzone (Konzept) und Giorgio Marino (Regie).

    In italienischer Sprache (mit englischen Untertiteln); Eintritt 15.- Fr./10.- Fr. TRAILER: www.vimeo.com/blockhousefilms/haraldszeemanntrailer

    Sala Boccadoro Montagnola