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Saturday, 20. April 2019

24.08.2018 - 28.04.2019

  • Ab 24. August wird in Rorschach, das am schweizerischen Ufer des Bodensees liegt, im Forum Würth die Ausstellung "Literatur kann man sehen" eröffnet mit bildnerischen Werken von Hermann Hesse, Günter Grass und Hans Magnus Enzensberger. Eine vergleichbare Ausstellung aus der Sammlung Würth wurde bereits 2006/2007 mit großem Erfolg im Museum Würth in Schwäbisch Hall gezeigt. In der Ausstellung begegnet man den drei bekannten Schriftstellern aus anderer Perspektive: Nicht ihr berühmtes literarisches Werk, sondern ihr bildnerisches Schaffen steht im Vordergrund.

     

    Die jeweiligen Hintergründe für dieses künstlerische Schaffen sind durchaus verschieden: Hermann Hesse kam durch eine Lebenskrise zum Malen. Als Autodidakt sah er sich bescheiden als "Dilettant" auf diesem Gebiet. Gleichwohl hielt er 1924 rückblickend fest: "Als Dichter wäre ich ohne das Malen nicht so weit gekommen." Von ihm sind zahlreiche Gemälde mit Tessiner Landschaften sowie illustrierte Manuskripte in der Ausstellung zu sehen.

     

    Günter Grass, der Grafik und Bildhauerei studierte, arbeitete gleichrangig auf den Gebieten der Literatur und Kunst, wenn auch sein literarisches Werk bekannter wurde. Oft arbeitete er auch integrativ, so in seinem Aquarellzyklus "Mein Jahrhundert", der in der Ausstellung gezeigt wird. Darin erzählt er mit Aquarellen illustriert zu jedem Jahr des 20. Jahrhunderts eine prägende Geschichte.

    Hans Magnus Enzensbergers Beitrag zur Ausstellung sind seine Literatur- und Sprachautomaten, die er selbst seine "WortSpielZeuge" nennt. Von ihnen sind 18 verschiedene ausgestellt.

     

    Die Ausstellung ist bis zum 24. April 2019 zu sehen. Von April bis September ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, von Oktober bis März täglich außer montags von 11 bis 17 Uhr.

     

    Vernissage: 23. August 2018, 18:00 Uhr

     

    www.wuerth-haus-rorschach.com

    Forum Würth in Rorschach
    Churerstrasse 10
    Rorschach 9400

25.01.2019 - 26.05.2019

  • Fotografien von Giosanna Crivelli mit Texten von Hermann Hesse

     

    Die renommierte Landschaftsfotografin Giosanna Crivelli (25.1.1949–21.11.2017) wuchs in Montagnola in unmittelbarer Nachbarschaft von Hermann Hesse auf. Hin und wieder begegneten sich die beiden persönlich, jedoch viel wichtiger war ihre gemeinsame Verbundenheit mit der Tessiner Landschaft, wie sie Giosanna Crivelli selbst beschrieb: »Jeder von uns besitzt eine tägliche Horizontlinie, und im Gedächtnis die Landschaft der eigenen Kindheit. Meine Horizontlinie überschneidet sich mit jener die Hermann Hesse in der Zeit seiner künstlerischen Reife gelebt hat. Eine weite Landschaft , veränderlich, intim, geheim. Ich erlebe sie mit jenem Gefühl der Zugehörigkeit, welches jeden Ort wertvoll, einzig und wichtig macht.« Auf diesem Hintergrund entstand 2007 die Ausstellung mit über 40 der schönsten Fotografien Giosanna Crivellis, die sie selbst mit den Hesse-Zitaten kombinierte, welche sie zu den Fotos inspiriert hatten. Über ein Jahr nach ihrem Tod und genau zu ihrem 70. Geburtstag wird diese berührende Ausstellung nun erneut im Museum Hermann Hesse in Montagnola gezeigt.

     

    Vernissage: 25.01.2019, 18.30 Uhr

    Museum Hermann Hesse Montagnola
    Ra Cürta 2
    Montagnola 6926

20.04.2019

  • Es gibt nur ein einziges Haus, welches Hermann Hesse je selbst baute. Es wurde 1907 in Gaienhofen fertig gestellt und war bis 1912 der Wohnsitz der Familie. Dank privater Initiative und nach wechselvoller Geschichte konnte das Haus im Jahre 2004 endlich vor dem Verfall gerettet werden.

     

    Die stattliche Villa im Stil der Lebensreform im Hermann-Hesse-Weg 2 zeugt nach umfangreicher Sanierung innen wie außen vom Geist der damaligen Zeit, und von der für damalige Gaienhofener Verhältnisse außergewöhnlichen Wohnqualität. Auch Hesses Kachelofen im Studierzimmer, den er ausführlich in seinen Texten beschrieb, ist zusammen mit vielen anderen Details erhalten und sorgt für die besondere Atmosphäre des Hauses. Die Eigentümer ermöglichen nur im Rahmen dieser Führung einen Blick in die Räume und in die Privatwelt der Familie Hesse: Dabei steht nicht Hesse als Literat im Vordergrund, sondern die Lebens- und Wohnsituation.

     

    Beginn: 16:00 Uhr

    Kosten: 9 €

    Anmeldung: www.hermann-hesse-haus.de

     

    Hermann-Hesse-Haus Gaienhofen
    Hermann-Hesse-Weg 2
    Gaienhofen 78343
  • 1907 zog die Familie Hesse in Gaienhofen in das eigene Haus ein, nachdem sie zuvor einige Jahre in einem Bauernhaus zur Miete gewohnt hatte.

     

    In der Zeit bis 1912 legte Hermann Hesse auf dem Wiesengrund rund um sein Haus einen großen Selbstversorger-Garten mit Beeren, Gemüse und Obstbäumen sowie zahlreiche Blumenrabatten an. Es ist der erste und einzige Garten, den er von Grund auf selbst konzipierte und eigenhändig anlegte: Spätere Gärten in Bern oder Montagnola veränderte er lediglich.

     

    Diese Einzigartigkeit seines Gartens begründet die Rekonstruktion und Interpretation durch die jetzige Eigentümerin.

     

    Unter fachkundiger Führung wird nicht nur der nach Hesses eigenen Plänen wiederangelegte Nordgarten gezeigt und mit Hintergründen erläutert, sondern auch der wiederhergestellte Südgarten, der auch auf historischen Grundlagen basiert: Hier wachsen in traditionellen Beeten als kleine Sortenarche die alten Blumen- und Nutzpflanzen-Sorten, die schon in Hesses Garten zu finden waren. Das, was damals bewährt war, ist es oft auch heute noch.

     

    Beginn: 12:00 Uhr

    Kosten: 9 €

    Anmeldung: www.hermann-hesse-haus.de

    Hermann-Hesse-Haus Gaienhofen
    Hermann-Hesse-Weg 2
    Gaienhofen 78343