Internetportal poetenladen und Printmagazin poet

Der Stiftungsvorsitzende Dr. Andreas Narr überreicht den

Preisträgern die Urkunde. Von links: Walter Fabian Schmidt,

Katharina Bendixen, Andreas Heidtmann.

 

Foto: Andreas Laich

„Das Magazin . . . hat eine eigenständige, eigensinnige Struktur entwickelt. Gedichte und Prosatexte von prominenten und von unbekannten Autoren werden in überraschenden Konstellationen miteinander konfrontiert“, heißt es in der Laudatio von Michael Braun, die von einer SWR-Sprecherin vorgetragen wurde, da der Laudator aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein konnte.

 

Mit ihrer Entscheidung würdigte die Jury die halbjährlich erscheinende Printausgabe des Poetenladens, eines seit 2005 existierenden Internetportals für neue Literatur. In den Rubriken „Gedichte" und „Geschichten" sind überwiegend junge, noch unbekannte, aber auch etablierte Autoren vereint, seit neuestem wird auch internationale Lyrik vorgestellt. In Gesprächen werden zudem Aspekte der Textwerkstatt, der schriftstellerischen Biographie wie der Verlagsszene behandelt. „Poet und Poetenladen sind eigenständige Foren, die das jeweilige Medium überzeugend nutzen“, so die Jury des Calwer Hermann-Hesse-Preises, der im zweijährigen Turnus an Literaturzeitschriften und Übersetzer vergeben wird. Und der Laudator Michael Braun lobte: „Der poet ist nicht das blasse Abbild seines digitalen Bruders, des „Poetenladens“, sondern ein überaus lebendiges, glücklicherweise ästhetisch unberechenbares Literaturmagazin, das vor allem die literarische Diskussion in der jüngeren Autorengeneration ungemein beflügelt hat.“

 

„Auch Hermann Hesse hat einmal klein angefangen“, sagte S.K.H. Carl Herzog von Württemberg in seiner Funktion als Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung und gratulierte den Preisträgern mit den Worten: „Mit dem Preis ist der Dank für die Förderung junger Schriftsteller verbunden.“

 

Herausgeber Andreas Heidtmann bedankte sich auch im Namen der poet-Redakteure Katharina Bendixen und Walter Fabian Schmid für den „so wichtigen und motivierenden Preis“. In seiner Dankesrede sagte er: „Der poet ist eine Zeitschrift, die weniger geplant als dynamisch aus dem Netz erwachsen ist ohne Organisation oder Institution. Dabei bildete sich ein Netzwerk Hunderter Autoren, auf das wir, Redakteure und Herausgeber, bei unserer Arbeit zurückgreifen können.“

 

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