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Calendar

Sunday, 19. May 2019

25.01.2019 - 26.05.2019

  • Fotografien von Giosanna Crivelli mit Texten von Hermann Hesse

     

    Die renommierte Landschaftsfotografin Giosanna Crivelli (25.1.1949–21.11.2017) wuchs in Montagnola in unmittelbarer Nachbarschaft von Hermann Hesse auf. Hin und wieder begegneten sich die beiden persönlich, jedoch viel wichtiger war ihre gemeinsame Verbundenheit mit der Tessiner Landschaft, wie sie Giosanna Crivelli selbst beschrieb: »Jeder von uns besitzt eine tägliche Horizontlinie, und im Gedächtnis die Landschaft der eigenen Kindheit. Meine Horizontlinie überschneidet sich mit jener die Hermann Hesse in der Zeit seiner künstlerischen Reife gelebt hat. Eine weite Landschaft , veränderlich, intim, geheim. Ich erlebe sie mit jenem Gefühl der Zugehörigkeit, welches jeden Ort wertvoll, einzig und wichtig macht.« Auf diesem Hintergrund entstand 2007 die Ausstellung mit über 40 der schönsten Fotografien Giosanna Crivellis, die sie selbst mit den Hesse-Zitaten kombinierte, welche sie zu den Fotos inspiriert hatten. Über ein Jahr nach ihrem Tod und genau zu ihrem 70. Geburtstag wird diese berührende Ausstellung nun erneut im Museum Hermann Hesse in Montagnola gezeigt.

     

    Vernissage: 25.01.2019, 18.30 Uhr

    Museum Hermann Hesse Montagnola
    Ra Cürta 2
    Montagnola 6926

17.03.2019 - 15.09.2019

  • 1943 veröffentlichte Hermann Hesse seinen letzten Roman in kleiner Auflage in der Schweiz, erst Ende 1946 wurde „Das Glasperlenspiel“ auch einem größeren Publikum in Deutschland bekannt. Ursprünglich hätte „Das Glasperlenspiel“ schon 1942 in Berlin erscheinen sollen, doch die NS-Behörden verweigerten die Druckgenehmigung.

    Seinem Sohn Heiner teilte Hesse 1942 resigniert mit, „dass das Buch nun also die Leser, für die es bestimmt war, nicht erreicht“. Dass Hesse und sein Verleger Peter Suhrkamp „Das Glasperlenspiel“ ganz bewusst inmitten des „Dritten Reiches“ herausbringen wollten, wurde später kaum noch wahrgenommen.

    Die Ausstellung versucht nun erstmals, die eminent politische Dimension der „Lebensbeschreibung des Magister Ludi Josef Knecht“ aufzuzeigen, vor dem Hintergrund der Zwänge, denen sich Hesse seit 1933 ausgesetzt sah: Bei der 1935/36 durch das Propagandaministerium erzwungenen „Arisierung“ des S. Fischer Verlags wurde verfügt, dass Hesses Werkrechte in Deutschland zu verbleiben hatten, womit er in den Machtbereich der NS-Kulturpolitik geriet. Nicht nur, dass dann im Krieg einzelne Hesse-Bücher auch als Frontbuchhandelsausgaben hergestellt wurden. In den der NSDAP unterstehenden, schließlich in ganz Europa etablierten Besatzungszeitungen war Hesse ohne eigenes Zutun einer der mit am häufigsten abgedruckten Autoren. Die Vielzahl dieser Besatzungszeitungsabdrucke war bis vor kurzem unbekannt, doch dass sie damals wahrgenommen wurden und Hesse kompromittierten, hatte sich bereits 1946 bei der Nobelpreisverleihung gezeigt.

    In der Schweiz indes mussten sich Hesse und seine Frau Ninon immer wieder dafür rechtfertigen, dass sie unzählige Emigranten und jüdische Flüchtlinge selbstlos unterstützten. Von der Fremdenpolizei wurde Hesse sogar als geduldeter Wahl-Schweizer abgekanzelt.

    Gegen diese niederdrückenden zeitgeschichtlichen Umstände beharrte Hesse mit dem „Glasperlenspiel“ auf der Wirksamkeit eines anachronistischen „ästhetischen Widerstands“, der dem Gleichschritt des „Dritten Reiches“, aber auch dem Schweizerischen Opportunismus die Souveränität des individuellen Gewissens entgegenstellte.

    Wieder - oder vielleicht ganz neu zu entdecken ist ein vielschichtiger wie spannender, weder der Exilliteratur noch der Inneren Emigration zugehöriger Roman, der seinem Autor in den mehr als 11 Jahren der Niederschrift „ein Panzer gegen die hässliche Zeit“ war, wie Hesse Ende 1943 seinem Sohn Martin schrieb.

    Die Ausstellung im Hesse Museum Gaienhofen umfasst neben literarischen und historischen Dokumenten Film- und Hörstationen, mit denen die Zeitgeschichte, wie auch der musikalische Horizont des „Glasperlenspiels“ vergegenwärtigt wird.

     

    Kurator: Lutz Dittrich (Berlin), Gestaltung: unodue München

    Hesse Museum Gaienhofen
    Kapellenstraße 8
    Gaienhofen 78343

28.04.2019 - 03.11.2019

  • Hermann Hesse oder Thomas Mann? - so lautet eine bis heute vielfach von Literaturkritikern und Lesern diskutierte Frage. Doch die Schriftsteller selbst missbilligten es zeitlebens, gegeneinander ausgespielt zu werden. Vielmehr pflegten sie einen langjährigen, freundschaftlichen Austausch.

     

    Doch was verband den aus einer wohlhabenden Lübecker Familie stammenden Mann und den schwäbischen Missionarssohn Hesse? Ausgehend von den unterschiedlichen Prägungen und Persönlichkeiten der beiden Literaturnobelpreisträger beleuchtet die Ausstellung deren Leben und Wirken sowie die über Jahrzehnte andauernde Männerfreundschaft.

     

    Dabei nehmen das literarische Schaffen und die vielfältigen Bezüge darin eine zentrale Rolle ein. Insbesondere Manns Doktor Faustus und Hesses Glasperlenspiel kommt dabei eine herausgehobene Bedeutung zu. Aber auch Aspekte wie etwa die persönliche Haltung in einer Zeit tiefgreifender politischer und gesellschaftlicher Umbrüche werden in der Ausstellung betrachtet. 

     

    Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag, 11 bis 17 Uhr.

     

    Die Eröffnung findet am 28.04.2019 um 14 Uhr im Saal Schütz statt. Um Anmeldung zum Festakt unter Hermann-Hesse-Museum@calw.de  oder 07051 7522 wird gebeten.

    Hermann Hesse-Museum Calw
    Marktplatz 30
    Calw 75365

19.05.2019

  • Führung mit dem Kurator Lutz Dittrich durch die Sonderausstellung

     

    Beginn: 13:30 Uhr

     

    Veranstaltung im Rahmen der Hermann-Hesse-Tage Gaienhofen (18. – 19. Mai 2019) zum Thema: "Ein Panzer gegen die hässliche Zeit – Hesses Glasperlenspiel im Dritten Reich“.

     

    Das Programm der diesjährigen Hermann-Hesse-Tage nimmt thematisch Bezug auf die gleichnamige Sonderausstellung, die bis September im Hesse Museum Gaienhofen zu sehen ist.

     

    Information und Buchung:

    Kultur- und Gästebüro

    Tel. +49 (0)7735 9999-123

    info@gaienhofen.de · www.gaienhofen.de

    Hesse Museum Gaienhofen Gaienhofen 78343
  • Michael Kleeberg zeigt in seinem Vortrag, dass die Unverfügbarkeit Hesses für politisches Lagerdenken, die seinen Roman schon bei Erscheinen zwischen die politischen Fronten brachte, auch für unsere heutige Zeit, die wieder von Ausgrenzung und Kommunikationslosigkeit zwischen den ideologischen Gegnern geprägt ist, nichts von ihrer visionären Qualität verloren hat.

     

    Vortrag von Michael Kleeberg, Autor und Übersetzer

     

    Beginn: 15:00 Uhr

     

    Veranstaltung im Rahmen der Hermann-Hesse-Tage Gaienhofen (18. – 19. Mai 2019) zum Thema: "Ein Panzer gegen die hässliche Zeit – Hesses Glasperlenspiel im Dritten Reich“.

     

    Das Programm der diesjährigen Hermann-Hesse-Tage nimmt thematisch Bezug auf die gleichnamige Sonderausstellung, die bis September im Hesse Museum Gaienhofen zu sehen ist.

     

    Information und Buchung:

    Kultur- und Gästebüro

    Tel. +49 (0)7735 9999-123

    info@gaienhofen.de · www.gaienhofen.de

    Bürgerhaus Gaienhofen Gaienhofen 78343
  • Der Roman „Das Glasperlenspiel“ ist aus der Zeitsituation der Naziherrschaft in Deutschland zu lesen als ein dieser Herrschaft entgegengesetzter utopischer Entwurf. Der Autor entwirft die pädagogische Provinz Kastalien als positives Gegenbild zur zeitgenössischen Situation in Deutschland, wo das geistige Erbe und die kulturellen Werte der Vergangenheit mit Füßen getreten werden. In diesem Sinne ist „Das Glasperlenspiel“ eine Zukunfts-Utopie, die in der Vergangenheit angesiedelt ist.

     

    Vortrag von Dr. phil. Rudolf Probst, Schweizerisches Literaturarchiv Bern

     

    Beginn: 10:30 Uhr

     

    Veranstaltung im Rahmen der Hermann-Hesse-Tage Gaienhofen (18. – 19. Mai 2019) zum Thema: "Ein Panzer gegen die hässliche Zeit – Hesses Glasperlenspiel im Dritten Reich“.

     

    Das Programm der diesjährigen Hermann-Hesse-Tage nimmt thematisch Bezug auf die gleichnamige Sonderausstellung, die bis September im Hesse Museum Gaienhofen zu sehen ist.

     

    Information und Buchung:

    Kultur- und Gästebüro

    Tel. +49 (0)7735 9999-123

    info@gaienhofen.de · www.gaienhofen.de

    Bürgerhaus Gaienhofen Gaienhofen 78343
  • Hermann Hesse ist einer der meistgelesenen Autoren der deutschen Sprache. In seiner Heimatstadt erinnern viele Gebäude an den Nobelpreisträger und seine Erzählungen. "Calw ist die schönste Stadt von allen", bekannte er einmal. Die Führung zeigt Stätten seines Lebens und Orte, die er in seinen Erzählungen so unnachahmlich beschrieben hat. Die Teilnehmerkarte der öffentlichen Führung berechtigt zum kostenlosen Besuch im Hermann Hesse Museum.

     

    Beginn: 14:30 Uhr

    Kosten: Erwachsene 8,00 Euro, ermäßigt 5,00 Euro

    Treffpunkt Calw, Marktplatz vor dem Rathaus Calw 75365
  • Im Rahmen der Partnerschaft mit Collina d’Oro präsentiert Hermann Hesses Geburtsstadt Calw eine Lesung aus Hesses Geschichten um den Vagabunden Knulp. Knulp war für Hermann Hesse eine wichtige Figur. Mit ihm erkundete er das Spannungsfeld zwischen bürgerlicher Sesshaftigkeit und freiem Vagabundentum, das ihn selbst lebenslang beschäftigte. In den Episoden, die gelesen werden, kommt Knulp nach längerer Wanderschaft wieder einmal in seine Heimatstadt zurück, in deren Schauplätzen das alte Calw um 1900 zu erkennen ist. Er will sehen, was aus seinen dort sesshaft gewordenen Jugendkameraden geworden ist. Haben sie ihr Glück gefunden?

     

    Mit Markus Anders (deutsch) und Antonio Ballerio (italienisch). Musikalische Begleitung: Gitarren-Duo Helmut Rauscher und Birgit Zacharias.

    Konzeption: Herbert Schnierle-Lutz .

    In deutscher und italienischer Sprache; Eintritt frei.

    Anlässlich des Internationalen Museumstages ist der Eintritt in das Museum Hermann Hesse den ganzen Tag frei.

     

    Matinee, Beginn 11:00 Uhr

    Sala Boccadoro
    Vicolo dei Somazzi
    Montagnola 6926
  • 10:00 – 17:00 Uhr, Eintritt frei

     

    http://www.hesse-museum-gaienhofen.de

    Hesse Museum Gaienhofen
    Kapellenstraße 8
    Gaienhofen 78343
  • Das Tübinger Hesse-Kabinett widmet sich den literarischen Wurzeln des weltberühmten Dichters und Nobelpreisträgers Hermann Hesse (1877-1962). Es lädt ein zu einer Entdeckungsreise auf den Spuren der Jugend des Dichters der Jugend. Besondere Attraktionen sind das über 150 Jahre alte Bücherlager und die genauso alte Wendeltreppe.

     

    Untergebracht ist das Kabinett in einem Teil der Räume des Antiquariats Heckenhauer am Holzmarkt. Hier trat Hesse 1895 seine Lehre als Buchhändler an. In der Universitätsstadt fand er nach krisenhaften Jugendjahren endlich innere Ruhe und begann, sich intensiv der Literatur zu widmen. Am Ende seiner Lehrzeit veröffentlichte Hesse seine ersten Gedichte, die Romantischen Lieder, und legte damit das Fundament für seinen späteren Weltruhm als Schriftsteller.

     

    Beginn: 16 Uhr, Teilnahmegebühr 1,50 Euro

     

    Infos: stadtmuseum@tuebingen.de

    Hesse-Kabinett Tübingen Tübingen 72070