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Der achte Band der großen Hesse-Briefausgabe ist erschienen

Meldung vom 22.06.2023

Unter dem sprechenden Titel "Umgaukelt von westlichen und östlichen Ködern" ist soeben der achte, von Volker Michels herausgegebene Band der großen Hesse-Briefausgabe im Suhrkamp Verlag erschienen, der die Briefe von 1951 bis 1957 enthält, unter denen sich auch viele neu entdeckte Briefe finden.

Zu der Besonderheit des Bandes ist in der Verlagsankündigung zu lesen:

»Umgaukelt von westlichen und östlichen Ködern« ‒ der Titel des Briefbandes bezieht sich auf das Liebeswerben west- wie ostdeutscher Kultur-Institutionen und Interessensverbände bei Hermann Hesse, das nach Verleihung des Nobelpreises und anderer Ehrungen einsetzte. Dass diese Vereinnahmungsversuche in West wie Ost literaturfremden Zielen, wenn nicht gar Propagandazwecken dienen sollten, war Hesse nur allzu bewusst, weshalb er allen Anfragen eine Abfuhr erteilte.

Dies stand ganz im Gegensatz zu den Anfragen seiner Leserinnen und Leser, die jetzt, da seine Bücher, zunächst allerdings nur in Westdeutschland, wieder zugänglich waren, ihm Abertausende Briefe schrieben, die er fast alle beantwortete. Die interessantesten Briefe werden hier wiedergegeben.

Diese Briefe entwerfen ein facettenreiches Panorama der Fünfziger Jahre, also der Zeit des Wirtschaftswunders, der Remilitarisierung und Polarisierung vor und jenseits des »Eisernen Vorhangs«, und erweisen sich als ein nach wie vor aktuelles und hilfreiches Kompendium zukunftsorientierter Antworten auf nahezu alle wichtigen Lebensfragen. Und einmal mehr bestätigen auch diese Schreiben den Befund von Max Rychner: »Wer sich an Hesse wandte, wurde auf persönlichstem Weg zu allgemeinen Wahrheiten geführt.«

**Hermann Hesse

"Umgaukelt von westlichen und östlichen Ködern"

Die Briefe 1951 bis 1957

Herausgegeben von Volker Michels

Leinen mit Schutzumschlag, 727 Seiten, 68.-- €, ISBN 978-3-518-43113-9

Suhrkamp Verlag, Berlin 2023**

Zitat der Woche

„Meine Aufgabe ist nicht, andern das objektiv Beste zu geben, sondern das Meine so rein und aufrichtig wie möglich.“

Aus einem Brief Hermann Hesses 1931