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Museo Hesse Montagnola beschäftigt sich mit Carona und der Familie Wenger

Meldung vom 30.09.2025

Schnierle-Lutz

Am Samstag, den 11. Oktober 2025, veranstaltet das Museo Hermann Hesse in Montagnola um 17.30 Uhr im Saal Boccadoro eine Lesung mit Bärbel Reetz und Ernst Süss, in der des um Hermann Hesses zweite Frau Ruth Wenger und ihre Familie geht. Näheres ist in der folgenden Verlautbarung des Museums zu erfahren:

"Liebe Freund:innen des Museo Hermann Hesse Montagnola,

diesen Monat richtet sich unser Blick auf Carona, das kleine lichtdurchflutete Dorf oberhalb des Luganersees, das seit jeher Künstler:innen anzieht und inspiriert. In "Klingsors letzter Sommer" entdeckt Hesses Maler Klingsor das geheimnisvolle Papageienhaus – die reale Casa Costanza, einst Sommerresidenz der Familie Wenger. Ruth Wenger, die Tochter von Lisa und Théo, wurde 1924 Hesses zweite Ehefrau. Ihre Nichte, Meret Oppenheim (1913–1985), begegnete Hesse hier als junges Mädchen. Zwischen ihnen bestand bis zu Hesses Tod eine respektvolle, zugleich ungezwungene Nähe.

Am Samstag, 11. Oktober, folgen wir dieser leisen Spur: In einem dialogischen Vortrag mit Bildmaterial erzählen Bärbel Reetz und Ernst Süss von den künstlerischen und persönlichen Berührungspunkten zwischen Oppenheim und Hesse, deren Wege sich in Carona kreuzten. Passend zum Thema zeigen wir Ihnen als Objekt des Monats ein Aquarell von Hesse, das Carona in starken Farben einfängt. Das Werk befindet sich derzeit als Leihgabe im MASI LAC, wo es im Rahmen der Ausstellung David Weiss. Il sogno di Casa Aprile präsentiert wird. Weiss entdeckte in Carona ab 1968 eine neue, lebendige Gemeinschaft von Kunstschaffenden – ein schönes Beispiel für die kreative Kontinuität dieses besonderen Ortes."

Bereits eine Woche zuvor, am Sonntag, den 5. Oktober, ist wieder eine deutsch-italienische Hesse-Lesung um 16 Uhr im Museo zu hören. Thema ist diesmal "Die Fülle des Lebens. Betrachtungen und Gedichte zwischen Sommer und Herbst". Es lesen Marianne Niculescu (deutsch) und Manuela Cattaneo (italienisch).

Zitat der Woche

„Ich bin oft müde und ohne Glauben und Mut, aber ich glaube, man muß diese Zustände nicht eigentlich bekämpfen, sondern sich ihnen überlassen, einmal weinen; und nachher zeigt sich, daß inzwischen die Seele doch gelebt hat und irgend etwas in einem vorwärts gegangen ist.“

Aus einem Brief Hesses an Emmy Ball-Hennings 1922