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Lesung in Calw mit der Hesse-Stipendiatin Miriam Mandelkow

19.03.2026 / 18.00 Uhr, Georgenäum, Calw, Im Zwinger 3

Am Donnerstag, 19. März 2026, um 18.00 Uhr lädt das Hermann Hesse Museum Calw zu einer Lesung mit der renommierten Übersetzerin und 73. Stipendiatin der Calwer Hermann-Hesse-Stiftung Miriam Mandelkow in das Georgenäum (Im Zwinger 3) ein. Im Gespräch mit dem Übersetzer Tobias Scheffel gewährt sie Einblicke in ihre vielfach ausgezeichnete Übersetzungstätigkeit und liest aus ausgewählten Werken. Der Eintritt ist frei.

Miriam Mandelkow, 1963 in Amsterdam geboren und in Hamburg lebend, zählt zu den bedeutendsten literarischen Übersetzerinnen aus dem Englischen. In den letzten Jahren stand insbesondere ihre Arbeit an den Neuübersetzungen der Werke von James Baldwin im Mittelpunkt, für die sie 2020 den Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis erhielt. Ihre Neuübertragungen trugen wesentlich zur erneuten Aufmerksamkeit für Baldwins Werk im deutschsprachigen Raum bei.

Neben Baldwin übersetzte Mandelkow u. a. Werke von Eimear McBride, NoViolet Bulawayo, Ta-Nehisi Coates, Richard Price und Samuel Selvon. Für ihr langjähriges Schaffen erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. Aktuell ist Mandelkow August-Wilhelm-von-Schlegel-Gastprofessorin für Poetik der Übersetzung an der Freien Universität Berlin, wo sie ihre praktischen Erfahrungen zu literarischer Mündlichkeit, Rhythmus und Übersetzungsentscheidungen an Studierende weitergibt.

Moderiert wird der Abend von Tobias Scheffel, Übersetzer und Mitglied der Findungskommission der Hermann-Hesse-Stiftung, der im Gespräch mit Miriam Mandelkow zentrale Fragen des literarischen Übersetzens beleuchten wird.

Zitat der Woche

„Man kann nicht jung genug anfangen, wenn man sein eigenes Leben erobern will.“

Aus Hesses Erzählung „Im Presselschen Gartenhaus“ 1913