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Nico Bleutge

Nico Bleutge war der 64-ste Stipendiat der Calwer Hermann-Hesse-Stifttung
Nico Bleutge
Gerald Zörner

Der Lyriker Nico Bleutge war der 64-ste Stipendiat der Calwer Hermann-Hesse-Stiftung, von Mitte Mai bis Mitte August 2021 bewohnte er die „Dichterklause“ im Haus Schaber am Marktplatz.
Nico Bleutge wurde 1972 in München geboren und wuchs in Pfaffenhofen an der Ilm auf. Schon im Alter von 15 Jahren schrieb er seine ersten Gedichte. Von 1993 bis 1998 studierte er Neuere Deutsche Literatur, Allgemeine Rhetorik und Philosophie in Tübingen. Seit 2001 arbeitet er als freier Literaturkritiker unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, die Neue Zürcher Zeitung, den Tagesspiegel und die Stuttgarter Zeitung. Seine Gedichte wurden in zahlreichen Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht.
2006 debütierte Nico Bleutge mit dem Gedichtband „klare konturen“. Im Rahmen der ORF-Reihe „Literatur als Radiokunst“ wurde 2009 sein Stück „wasser. steine“ gesendet. Die Oper „Wasser“, zu der er das Libretto verfasst hat, wurde 2012 auf der Münchner Biennale uraufgeführt. Für seine Arbeit erhielt Nico Beutge zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Erich-Fried-Preis 2012, den Kranichsteiner Literaturpreis 2017 und ein Stipendium der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo 2018/2019. Bleutge ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Er lebt in Berlin.
Christoph Bartmann schreibt in der SZ über den 2020 bei C.H. Beck erschienenen Essayband „Drei Fliegen. Über Gedichte“: „Bleutge spricht sich für eine Literatur aus, in der ‚das Feuer einer Beobachtung‘, ‚das Aufblitzen einer Ähnlichkeit, die Lust an einem Vergleich‘ und damit insgesamt die ‚Einbildungskraft‘ sich den immer drohenden ‚Verfestigungen‘ durch Allgemeinbegriffe widersetzen.“

Zitat der Woche

„Phantasie ist die Mutter der Zufriedenheit, des Humors, der Lebenskunst. Phantasie gedeiht nur auf dem Grunde eines innigen Einverständnisses zwischen dem Menschen und seiner Umgebung.“

Aus Hermann Hesses Betrachtung „Von der alten Zeit“, 1907